Cool down in Hessen: Kühle Orte für heiße Tage


Kubacher Kristallhöhle
© Stadt Weilburg

Nach der Hitzewelle ist vor der Hitzewelle: Der hessische Sommer wartet mit sommerlichen Temperaturen auf. Ob Höhlen, Stollen oder die Eisporthalle – Urlauber, die eine Hitzepause brauchen, finden in den hessischen Regionen und Städten garantiert einen coolen Platz. Hier finden Sie einen Überblick über einige ausgewählte Orte, an denen es sich auch bei höheren Temperaturen gut aushalten lässt.

Kühler Stollen im Kasseler Weinberg

Auf dem Weinberg in Kassel eröffnet im September die GRIMMWELT, das neue Ausstellungshaus zum Leben und Werk der Brüder Grimm. Was viele nicht wissen: In den Tiefen des Weinbergs verbirgt sich eine kühle Unterwelt. Zehn Eingänge und neun Stollen bilden die Basis für das Labyrinth an Gängen in der Stollenanlage Weinberg, in denen zu jeder Jahreszeit eine Temperatur von etwa elf Grad Celsius herrscht. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde in den Stollen Bier gelagert. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Bierkeller zum Luftschutzbunker umgebaut, indem bis zu 10.000 Menschen Schutz und Zuflucht finden konnten. Der Feuerwehrverein Kassel e.V. bietet jeden ersten Montag im Monat um 18 Uhr Führungen durch die Stollenanlage Weinberg an. Treffpunkt ist am Parkstreifen unterhalb des Weinbergs. Der Beitrag pro Person beträgt fünf Euro. Infos: www.kassel-marketing.de

Garantiert eiskalt: Icy Sunset in der Eissporthalle Willingen

Nur wenige Eissporthallen in Deutschland haben ganzjährig geöffnet – die Eissporthalle in Willingen gehört dazu. In den Sommermonaten gibt es hier in den warmen Nachmittagsstunden eine Abkühlung. Denn noch bis zum 11. September lädt die Eissporthalle von 16:30 bis 18:30 Uhr zum Icy Sunset ein. Dann können Eislaufbegeisterte auf der 30 mal 60 Meter großen Fläche ihre Runden drehen. Der Eintritt kostet 5,50 Euro pro Person. Kinder und Jugendliche von sieben bis 16 Jahre zahlen 4,50 Euro, Kinder bis sechs Jahre einen Euro. Infos: www.willingen.de

Warm anziehen: Besuch im Bergwerk

Unter Tage ist es angenehm kühl – das gilt auch für die Besucherbergwerke in der GrimmHeimat NordHessen wie beispielsweise das Goldbergwerk Korbach oder das ehemalige Kupferbergwerk Bertsch im Schneewittchendorf Bergfreiheit bei Bad Wildungen. Und auch im Besucherbergwerk Grube Gustav ist an heißen Tagen warme Kleidung angesagt, denn hier steigt das Thermometer ganzjährig nie über zehn Grad Celsius. Das ehemalige Bergwerk im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald ist seit rund 20 Jahren für Besucher geöffnet. Begleitet von einem Grubenführer und ausgerüstet mit einer Grubenlampe geht es zu Fuß hinein in handgepickelte Stollen – ein besonderes Erlebnis, auch für Familien. Besucher erfahren viel Wissenswertes über die schwere Arbeit der Bergleute, die hier bereits im 16. Jahrhundert mühsam Kupferschiefer abbauten. Das Besucherbergwerk ist vom 15. März bis 31. Oktober jeweils dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Führungen starten stündlich. Für Erwachsene kostet der Eintritt sechs Euro, für Kinder und Jugendliche von drei bis 14 Jahre vier Euro. Infos: www.grimmheimat.de oder www.grube-gustav.de

Höhle Hohlstein: Cool Down bei Frau Holle

Die mysteriöse Karsthöhle im nordhessischen Werratal wurde 1267 schriftlich erwähnt und gilt als älteste namentlich nachweisbare Höhle Deutschlands. Das Innere der Höhle ist ein 40 Meter langer, 21 Meter breiter und acht Meter hoher Höhlenraum und ist damit einer der großräumigsten in Hessen. Darüber hinaus ist die Höhle in ganz besonderem Maße in Sagen und Märchen eingebunden. So wird sie meist mit der Figur der Frau Holle in Verbindung gebracht, die hier gelebt haben soll. Ein Besuch der Höhle ist vom 15. Mai bis 15. September möglich. Die Voranmeldung ist bei der Tourist-Information Bad Sooden-Allendorf möglich. Die Schlüsselausleihe bei der Tourist-Information für den Zugang zur Höhle kostet zehn Euro. Führungen durch die Höhle werden vom Naturpark Meißner-Kaufunger Wald angeboten und kosten 35 Euro pro Stunde. Infos: www.bad-sooden-allendorf.de

Kubacher Kristallhöhle: Kühle Zeit unter Tage

Wer sich eine Pause von den heißen Temperaturen gönnen möchte, steigt hinab in die neun Grad Celsius kühle Kristallhöhle in Kubach im hessischen Taunus. Diese liegt 50 bis 70 Meter unter der Erdoberfläche. Mit ihren 30 Metern Höhe ist sie die höchste Schauhöhle und die einzige Calcitkristallhöhle in Deutschland. Umgeben von 350 Millionen Jahre altem Kalkstein, geschmückt mit unzähligen Kristallen und Perltropfsteinen, bietet sie dem Besucher einen guten Einblick in erdgeschichtliche Vorgänge. Das Kubacher Höhlensystem entstand während der Eiszeit und konnte bisher nur zu einem kleinen Teil freigelegt werden. Sachkundige Führer erläutern den Besuchern während der 45-minütigen Besichtigung alles Wissenswerte. In dem angeschlossenen Museum ist eine Mineralien- und Gesteinssammlung beheimatet und Besucher erfahren hier unter anderem die Entdeckungsgeschichte der Kristallhöhle Kubach. Die Höhlensaison beginnt am 28. März und endet am 1. November. Die Führungen finden werktags von 15:00 bis 17:00 Uhr, samstags und sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr statt. Der Eintritt kostet fünf Euro pro Person. Kinder von drei bis einschließlich fünf Jahre zahlen 0,50 Euro. Infos: www.daslahntal.de oder www.kubacherkristallhoehle.de 

Abkühlung in der Teufelshöhle in Steinau an der Straße

In Hessens ältester Schau- und Tropfsteinhöhle in Steinau an der Straße erleben Groß und Klein einen „teuflischen“ Tag. Stalaktiten, Stalagmiten und seltsam geformte Stalagnate sind typische Gebilde einer Tropfsteinhöhle. Diese und weitere Kleinodien zeigen die Höhlenführer den Besuchern, die sich von verschiedenen Farbspielen in der Höhle verzaubern lassen können. Die Höhle ist dieses Jahr noch bis zum 30. September geöffnet – Montag bis Freitag von 13.00 bis 17.00 Uhr, Samstag von 13.00 bis 18.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertage von 10.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt kostet 3,50 Euro pro Person. Kinder und Jugendliche zahlen 2,50 Euro. Infos: www.tropfsteinhoehle-steinau.de oder www.steinau.eu

Prickelnd frisch: Naturerlebnis-Freibad in Bad Orb

Das Naturerlebnis-Freibad in Bad Orb bietet Quellwasser in seiner natürlichsten Form. Gereinigt im benachbarten Regenerations-Teich kommt kein Tropfen Chlor ins wertvolle Nass. Die Natur sorgt selbst für die Wasserqualität und Besucher schwimmen hier wie im klaren Bergsee. In dem 2.500 Quadratmeter großen Schwimmteich bieten 50-Meter-Schwimmbahnen, ein flacher Uferbereich mit Holz-Stegen und ein rustikaler Naturstein-Sprungfelsen mit Drei-Meter-Turm ein außergewöhnliches Ambiente und beste Möglichkeiten für Sport und Spaß. Großzügige Liegewiesen und eine Sonnenterrasse laden Erholungsuchende zur erfrischenden Auszeit ein. Infos: www.bad-orb.info

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