Eröffnung der GRIMMWELT und märchenhafte Urlaubserlebnisse in Hessen


Brüder Grimm
© GrimmHeimat Nordhessen/Paavo Blåfield

Wer kennt sie nicht – die Brüder Grimm? Ihre gesammelten Märchen sind seit über 200 Jahren bei Groß und Klein beliebt. In Hessen sind die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm geboren, haben die meiste Zeit hier gelebt, gearbeitet sowie ihre weltberühmten Märchen gesammelt und mit ihnen einen der bekanntesten Beiträge der Deutschen zur Weltkultur geleistet. Ab 4. September 2015 wird in Kassel die GRIMMWELT in einem eigens dafür entworfenen Gebäude eröffnet. Darüber hinaus locken die hessischen Regionen ganzjährig mit zahlreichen Veranstaltungen, Führungen und Erlebnissen rund um das Thema Märchen. 

Märchenhaft von A bis Z: Eröffnung der GRIMMWELT Kassel

Die GRIMMWELT Kassel präsentiert die Brüder Grimm ab 4. September 2015 im eigens dafür entworfenen Gebäude auf dem Kasseler Weinberg. Die Ausstellung richtet sich gleichermaßen an Kinder wie Erwachsene sowie an alle Märchenliebhaber. Interaktive Angebote laden zum Mitmachen ein und ermöglichen kommunikatives Lernen und den Dialog. Zu den wertvollsten Exponaten gehören die Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen, die seit 2005 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe zählen. Neben den bekannten Märchen, wird die spannende Geschichte rund um die Entstehung und Weiterentwicklung des größten Wörterbuchs der Deutschen Sprache erfahrbar. Die GRIMMWELT ist uneingeschränkt für Rollstuhlfahrer/innen zugänglich, ebenso gibt es Angebote für Seh- und Hörbehinderte. 

Die Eröffnungsfeierlichkeiten finden am 4. September ab 16 Uhr statt und werden von einem großen Bürgerfest auf dem Weinberg begleitet. Bis in die Abendstunden erwartet die Besucher ein buntes Programm rund um die Brüder Grimm. Die Grimmwelt wird dienstags bis sonntags von zehn bis 18 Uhr geöffnet sein, freitags von zehn bis 20 Uhr. Der Eintritt für die Dauerausstellung kostet acht Euro, die Familienkarte 20 Euro. Infos: www.kassel-marketing.de

Audienz bei der Königstochter im Dornröschenschloss Sababurg

Mitten im nordhessischen Reinhardswald liegt das Dornröschenschloss Sababurg. Schon Ende des 19. Jahrhunderts wurde die damals wildromantische Ruine erstmals vom Volksmund als „Märchenschloss der Brüder Grimm“ beschrieben. Gut vorstellbar, dass hier eine Königstochter 100 Jahre lang in tiefem Schlaf gefangen gewesen sein könnte. Heute beherbergt die ehemalige Schlossruine ein romantisches Hotel. Das Märchen vom Dornröschen wird hier auf vielfältige Weise erlebbar: Das Restaurant serviert Dornröschens Hochzeitsmenü, durch die Anlage führt ein künstlerisch gestalteter Märchenrundgang, es gibt Geschichts-, Märchen- und Schlossführungen sowie Audienzen mit der Königstochter und ihrem Prinzen. Besucher können sich von Ostern bis Oktober immer mittwochs um 14:30 Uhr und sonntags um 11 Uhr sowie um 14:30 Uhr auf die Spuren von Pilgern, Landgrafen und Dornröschen begeben und erfahren dabei spannende Geschichten sowie Ein- und Ausblicke in die letzten 700 Jahre. Die Karten sind für 3,50 Euro pro Person erhältlich, die Führung dauert rund eine Stunde. Infos. www.sababurg.de oder www.hofgeismar.de

Hessisch Lichtenau: Tor zum Frau Holle-Land

Am Hohen Meißner, dem höchsten Berg in der GrimmHeimat NordHessen, ist Frau Holle der Sage nach zu Hause: Schon im Jahr 1641 wurde hier das „Frauhollenbad“ beschrieben, das Tor in die Anderswelt. Aktive Urlauber laufen den Frau Holle-Rundweg – dieser zeigt an zwölf Stationen sowohl die Sagen- als auch die Märchengestalt in Verbindung mit der Stadt Hessisch Lichtenau. Der Rundweg beginnt am Tor des Frau Holle-Parks. Die runde Öffnung soll einen Brunnen symbolisieren und somit den Eingang zum Frau Holle-Land darstellen.
 
Zentraler Mittelpunkt des Parks ist die, aus Bronze gegossene, Frau Holle-Statue. Im gesamten Park sind Kunstwerke von Studenten der Kunstakademie Kassel installiert, begleitet von Bronzeplatten mit Zitaten im Bezug zu Märchen und Sage. Eine der Stationen ist das Holleum, das Frau Holle-Museum. Das Ausstellungshaus ist thematisch gegliedert in Meißner-, Kräuter-, Märchen- und Unterwelt. Hier begegnen die Besucher der Frau Holle in der Gestalt der Freya, Frigga, Hulda oder eben als Grimm’sche Märchenfigur. Infos: www.hessisch-lichtenau.de

Rapunzel lass dein Haar herunter“ im Bergfried der Trendelburg

Die Trendelburg liegt im Zentrum des gleichnamigen Städtchens im Norden der GrimmHeimat NordHessen. Über 40 Meter hoch ist der imposante Bergfried, seine Mauern sind bis zu sieben Metern dick – gut vorstellbar, dass hier Rapunzel eingesperrt war und von oben ihr langes Haar hinab fallen ließ. Heute ist in der Trendelburg ein romantisches Hotel, ein Restaurant sowie eine Außenstelle des städtischen Standesamtes untergebracht. Der Bergfried ist für Besichtigungen geöffnet: Es gibt ein Foltermuseum, ein Angstloch sowie eine Grimm’sche Etage mit bezaubernden Scherenschnitten. Wer die 130 Stufen nach oben steigt, hat zudem eine fantastische Aussicht über die Dächer der Stadt und die waldreichen Hügel des Diemeltals. Von März bis Dezember, jeweils sonntags um 15 Uhr, lässt Rapunzel auf der Trendelburg ihr Haar herunter um ihren Prinzen zu empfangen – ein bezauberndes Erlebnis für Groß und Klein. Anschließend gibt es noch eine Autogrammstunde mit Rapunzel und dem Prinzen. Infos: www.burg-hotel-trendelburg.com oder www.trendelburg.de

Bergfreiheit: Schneewittchendorf in Nordhessen

Im Naturpark Kellerwald-Edersee liegt der Luftkurort Bergfreiheit, ein ehemaliges Bergmannsdorf, das heute zu Bad Wildungen gehört. Im Schneewittchenhaus, einem ehemaligen Bergmannshaus, werden Besucher an jedem zweiten Sonntag im Monat von Schneewittchen und den sieben Zwergen begrüßt. In dem Haus können zudem historische Räume besichtigt werden, die einen Eindruck vom typischen Alltag der Bergleute geben. Im Obergeschoss befindet sich eine multimediale Ausstellung zur Geschichte des Bergmannsortes, zum Grimm’schen Märchen vom Schneewittchen sowie zur Lebensgeschichte der Prinzessin Margaretha zu Waldeck, die außergewöhnlich schön gewesen und im Alter von 21 Jahren an den Folgen einer Vergiftung gestorben sein soll. Das Schneewittchenhaus ist noch bis Ende Oktober immer mittwochs bis sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet, von November bis Gründonnerstag samstags und sonntags jeweils von 15 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet zwei Euro, Kinder bis elf Jahre zahlen einen Euro. Infos: www.schneewittchendorf.com oder www.bad-wildungen.de


Auf den Spuren der Brüder Grimm: Wandern auf dem Märchenlandweg

Auf den Spuren der Brüder Grimm begeben sich Wanderer auf dem Märchenlandweg. Der rund 430 Kilometer lange Rund- und Fernwanderweg beginnt in Bad Karlshafen, der nördlichsten Stadt Hessens, und führt durch die Welt von Märchen und Sagen. Bereits in Bad Karlshafen begegnet dem Wanderer ein Märchenwesen: Die Salzfee, Hüterin des Salzsees, kennt das Geheimnis der heilkräftigen Sole und hat den Menschen die heilende Kraft des Wassers geschenkt. Noch heute baden die Menschen in der Sole und finden Linderung für manches Leiden. Weiter auf dem Weg erscheinen auch Rapunzel auf der Trendelburg und Dornröschen, das auf der Sababurg von seinem Prinzen aus dem hundertjährigen Schlaf geweckt wird. Der Märchenlandweg bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Wanderwegen und kulturellen Angeboten. Die Lebensstationen der Brüder Grimm und die Vielfalt örtlicher Märchen und Sagen lassen hier die verzauberten Welten der Grimms auferstehen. Infos: www.kassel-land.nordhessen.de

Museum Steinau: Das Haus der Märchensammler und Sprachforscher

In der Brüder-Grimm-Stadt Steinau an der Straße lebten die berühmten Märchensammler Jacob und Wilhelm Grimm von 1791 bis 1798 mit ihrer Familie. Ihr damaliger Wohnsitz ist heute als Brüder Grimm-Haus Steinau ein Museum zum Leben, zum Werk und zur Wirkung ihrer Arbeit. Die rekonstruierte Küche und die Nebenräume im Erdgeschoss widmen sich dem Leben der Familie Grimm. Das wissenschaftliche Wirken von Jacob und Wilhelm Grimm wird genauso dargestellt, wie das künstlerische Schaffen von Ludwig Emil Grimm. Das Obergeschoss bietet in zehn Räumen eine Märchenwelt, in die der Besucher mit ganz unterschiedlichen Wünschen eintauchen kann und verschiedene, sowohl bekannte als auch unbekannte Märchen der Brüder Grimm sehen, hören und fühlen kann. Darüber hinaus sind wertvolle Märchenausgaben und Illustrationen bedeutender Künstler wie Heinrich Vogeler, Otto Ubbelohde, Max Slevogt, Gerhard Marx und David Hockney zu sehen. Das Brüder Grimm-Haus ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet sechs Euro pro Person. Kinder zahlen drei Euro. Infos: www.brueder-grimm-haus.de oder www.steinau.de

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