Hessen mal anders erleben: Besondere Führungen und Stadtführungen


Baumkronenpfad auf dem Hoherodskopf
© Infozentrum Hoherodskopf

Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, in der Gruppe oder auf eigene Faust – eine Stadt lässt sich auf viele Arten erkunden. Neben den klassischen Stadtführungen bietet Hessen viel mehr. Die Regionen und Städte zeigen sich von ihrer kreativen Seite und locken mit außergewöhnlichen Angeboten. 

Vollmondwanderung über den Baumkronenpfad im Vogelsberg

Ein besonderes Erlebnis für schwindelfreie Naturentdecker ist eine Vollmondwanderung über den schwebenden Baumkronenpfad auf dem Hoherodskopf im mittelhessischen Schotten. In luftiger Höhe erfahren die Teilnehmer am 1. und am 29. August 2015 während der Führung durch den dunklen Wald Interessantes über Natur und Kultur sowie die Entstehung des Vogelsberges. Startzeit und Treffpunkt ist um 22 Uhr auf dem Schotterparkplatz vor dem Infozentrum. Die Teilnahme kostet 9,90 Euro pro Person inklusive Eintritt und Führung. Weitere Vollmondwanderungen finden am 26. September sowie am 24. und 27. Oktober 2015 statt. Infos: www.baumkronenpfad.de oder www.vogelsberg-touristik.de

Stadtführung für Vierbeiner: Mops, Pudel und Labrador erkunden Kassel

Stadtführungen sind in Nordhessen nicht nur etwas für Zweibeiner: In der documenta-Stadt Kassel erkunden Hund und Herrchen gemeinsam die Stadt und ihre Umgebung. Auf dem Spaziergang erfahren Teilnehmer einiges über die Geschichte des Stadtteils Kirchditmold sowie des Bergparks Wilhelmshöhe. Von der Hessenschanze führt der Rundgang zur Prinzenquelle, wo die Vierbeiner erst einmal toben können. Währenddessen erhalten die Zweibeiner weitere spannende Informationen über die Bedeutung der Prinzenquelle, Bad Wilhelmshöhe und auch die documenta, die sogar hier ihre Spuren hinterlassen hat. Die rund zweistündige Tour beinhaltet auch einen Spaziergang im Bergpark Wilhelmshöhe, wo die Hunde allerdings angeleint werden sollten. Die Kosten für die Führungen betragen 90 Euro pro Gruppe von bis zu 20 Personen und zehn Hunden. Infos: www.kassel-marketing.de

Neue Führung in Frankfurt: Frankfurter Ostend rund um die neue Europäische Zentralbank erkunden

Größer könnte der Kontrast zwischen dem ehemaligen Industrieviertel und der neuen Heimat der Europäischen Zentralbank (EZB) im Frankfurter Osten kaum sein. Vor allem rund um die EZB verändert sich das Ostend rasant und definiert den sich wandelnden Stadtteil neu. Seit Juni 2015 können Besucher den Stadtteil bei einer neuen Stadtführung entdecken. Die rund zweistündige, barrierefreie Tour führt auf das Areal zwischen Flößer-, Honsell- und Osthafenbrücke mit Blick auf den Containerhafen sowie am neuen Doppelhochhaus der EZB und an der Jüdischen Erinnerungsstätte der EZB vorbei – der Sammelstelle für die Deportation der Juden von 1941 bis 1945. Die Führung ist für Gruppen bis zu 25 Personen buchbar und kostet 150 Euro. Infos: www.frankurt-tourismus.de

Erfahrungsort Hochbunker: Führung durch Rüsselsheims Werks-Bunker auf dem Opel-Werksgelände

Mit den Luftangriffen des Zweiten Weltkrieges wurden die Städte Europas zu Kampfzonen, lange bevor der Frontverlauf die Menschen an ihren Heimatorten erreichte. Auch in Rüsselsheim sind die Hochbunker auf dem Opel-Werksgelände bis heute in Beton gegossene Zeugen einer Kriegsführung, die kaum zwischen Militär, Rüstung und Zivilbevölkerung unterschied. Am 13. September geht es bei einer Führung durch den sonst nicht zugänglichen Werks-Bunker. Die Teilnehmer spüren hier nicht nur der Baugeschichte nach, sondern erfahren auch wie die Menschen das Ausharren im Bunker erlebten, welche Erinnerungen sich dem Einzelnen einprägten und was der Luftkrieg für die Menschen, die aufgrund der Ausgrenzung und Verfolgung durch den Nationalsozialismus keinen Schutzraum erreichen konnten, bedeutete. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Hauptportal des Opelwerks, Bahnhofsvorplatz. Der Teilnahmebeitrag beträgt fünf Euro pro Person. Kinder bis zwölf Jahre nehmen kostenfrei teil. Infos: www.ruesselsheim.de 


Lebendige Geschichte: Römischer Grenzsoldat erzählt von seinem Leben im hessischen Taunus

Am 9. August 2015 und am 6. September 2015 können Besucher im Taunus das römische Erbe erleben. An beiden Tagen berichtet Auxiliar-Soldat Ursus Treverus in historischem Gewand von seinem Leben als Grenzsoldat am Limes mit all seinen Mühen und Freuden. In Verbindung mit der Besichtigung der original­getreuen Rekonstruktion des römischen Limeswachpostens erhalten Groß und Klein einen ganz besonderen Eindruck vom Leben im Idsteiner Land vor fast 2.000 Jahren. Treffpunkt für die einstündige Führung ist jeweils um 14:30 Uhr am Römerturm in Idstein-Dasbach. Die Teilnahme kostet fünf Euro pro Person, Kinder zahlen zwei Euro. Infos: www.idstein.de oder www.taunus.info

Bad Hersfeld kulinarisch entdecken

In Bad Hersfeld wartet ein ganz besonderes Genuss-Erlebnis: Immer mittwochs, freitags und samstags begeben sich die Besucher jeweils um 15 Uhr auf eine kulinarische Reise durch die Kur- und Festspielstadt. Auf dem Programm stehen vier Genussstationen mit Sekt-Empfang, Kaffee und Kuchen, Weinprobe sowie „Brotzeit“ mit Stracke und Brot, Bier und Lullusfeuer. Darüber hinaus lauschen die Teilnehmer  Geschichten und „Schnurren“ aus dem Leben in Bad Hersfeld und entdecken die kulturellen und kulinarischen Höhepunkte der Stadt. Die kulinarische Reise dauert rund zweieinhalb Stunden und kostet 25 Euro pro Person. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Infos: www.badhersfeld-tourismus.de

Schnitzeljagd war gestern: Geocaching durch Bad Salzhausens Kurpark

In Bad Salzhausen können Besucher den weitläufigen Kurpark ausgestattet und geleitet von einem GPS-Gerät kennenlernen. Auf einem rund drei Kilometer langen Parcours warten zahlreiche kniffelige Fragen aus den Bereichen Natur, Geologie, Umwelt und Kultur. Der Freizeitspaß eignet sich für Jung und Alt gleichermaßen, bietet Spaß für alle und aktiviert den Teamgeist. Jeder Teilnehmer erhält zum Abschluss eine Urkunde. Der Verleih des GPS-Geräts kostet acht Euro pro Gerät. Die Kur- und Touristik-Info verfügt über insgesamt sechs Geräte. Infos: www.bad-salzhausen.de

Auf den Spuren von Deutschlands größter Schlange

Bekannt ist die Äskulapnatter als Symbol von Ärzten und Pharmazeuten. Die mit einer Schlange umwickelte Schale ist noch heute auf vielen Apothekenschildern zu sehen. In Deutschland kommt sie nur an wenigen Orten vor. Die Stadt Schlangenbad trägt ihren Namen aufgrund des Vorkommens der Schlange. Am 30. Juli und am 27. August 2015 führt Landschaftsarchitekt Thomas Wenzler zum Schlangenpfad im hinteren Kurpark. Kaum jemand kennt die Lieblingsplätze der schlauen Tiere so gut wie er und mit etwas Glück, werden die Teilnehmer der Führung schon bald einer leibhaftigen Äskulapnatter gegenüber stehen. Angst muss aber niemand haben: Äskulapnattern, die so lang werden können, wie ein Erwachsener groß ist, sind für den Menschen nicht gefährlich. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Tourist-Information. Die Teilnahmegebühr beträgt vier Euro, mit Kurkarte zwei Euro. Infos: www.der-Ort-mit-Zeit.de 

Bad Sooden-Allendorf bei Nacht

In Bad Sooden-Allendorf erfahren Besucher bei einer Führung des Vereins für Heimatkunde e.V. die Geheimnisse der Stadt. Jeden zweiten Dienstag im Monat treffen sich die Teilnehmer um 19 Uhr am Parkplatz „Am Brauhaus“ an der alten Stadtmauer. Von hier aus geht es zum Diebesturm vorbei am Zimmersbrunnen. Eine besondere Herausforderung ist die Besteigung des Kirchturmes der St. Crucis-Kirche, wo die Teilnehmer eine Überraschung erwartet. Anschließend müssen die Teilnehmer noch durch das „faule Loch“. Der Weg führt vorbei an der alten Schänke, aus der Wirt Sepp die Getränke reicht. Ein Gang durch die Kirchstraße mit ihren historischen Fachwerkhäusern hin zum Marktplatz rundet den Spaziergang ab. Als besonderer Abschluss des geschichtsträchtigen Abends ist ein Essen im alten „Ratskeller“ vorgesehen. Die Teilnahme kostet 13,50 Euro pro Person. Infos: www.bad-sooden-allendorf.de 

Zeitreise nach Fulda mit Frau Hoys

Für alle, die in die Fuldaer Historie eintauchen möchten, hat das Tourismus und Kongressmanagement Fulda zahlreiche Erlebnisführungen im Angebot. Dabei lassen Gästeführer in historischen Kostümen Geschichte und Geschichten lebendig werden, schenken besondere Blicke auf Sehenswürdigkeiten und laden Kinder und Erwachsene zu unvergesslichen Zeitreisen ein. Zwischen Mai und Oktober heißt es regelmäßig am ersten und dritten Samstag im Monat um elf Uhr „Barock – Was ist denn das?“.

Antworten gibt Frau Hoys, die Gäste bis neun Jahre mit auf ihren Rundgang nimmt. In der Kleidung einer barocken Handwerker-Gattin empfängt sie die Kleinen, erzählt von den Lebensverhältnissen im 18. Jahrhundert, in dem viele prachtvolle Bauten Fuldas entstanden sind, informiert über Sitten und Gebräuche sowie über manche Beschwernis im Barock. Durch Aktionen und Spiele wird die alte Zeit erfahrbar und lebendig. Treffpunkt ist vor der Tourist-Information. Infos: www.tourismus-fulda.de


Stadtführung in Darmstadt mit Dragqueen Aurora DeMeehl

In Darmstadt führt Travestiekünstler Aurora DeMeehl regelmäßig in verschiedenen Führungen durch die Stadt. So nutzt die Dragqueen am 1. Oktober und am 5. November 2015 die Stunden zwischen Tag und Traum, die die Stadt in interessantes Blau tauchen, um den Teilnehmern ihre persönliche Sicht auf die Darmstädter Innenstadt zu zeigen. Die Tour „L’ heure bleue – Die blaue Stunde“ endet mit einem gemütlichen Teil, wo die Gelegenheit besteht mit Aurora DeMeehl gemeinsam zu plaudern und zu schmausen. Treffpunkt ist am Darmstadt Shop auf dem Luisenplatz. Am 17. September führt Aurora DeMeehl bei „Mein Viertel! Meine Lappings! Mein Bessungen!!“ vorbei an den historischen Gebäuden der Stadt und erzählt dabei private Anekdoten. Treffpunkt ist am Freiberger Platz 1. Infos: www.darmstadt-tourismus.de

Nachtwächterführungen in Wald-Michelbach

Seit 2014 zeigt der Gästeführer Theo Reichert die interessantesten Orte seiner Heimat nicht nur bei Tag, sondern auch wenn die Sonne längst untergegangen ist. Stilecht als Nachtwächter verkleidet, streift er gemeinsam mit den Besuchern durch die Gassen Wald-Michelbachs, berichtet von historischen Erlebnissen und Fakten, gewürzt mit Anekdoten. Der circa 90-minütige Rundgang durch die Kerngemeinde führt vorbei an markanten Punkten und lässt die Teilnehmer eintauchen in die Lebens- und Arbeitsweise der im Überwald lebenden Menschen früherer Zeiten. Die Touren bei Mondschein finden in diesem Jahr noch am 7. August sowie am 9. Oktober statt und kosten fünf Euro pro Person. Exklusive Gruppenrundgänge sind auf Anfrage ebenfalls möglich. Treffpunkt für die Führungen ist das Backhaus auf der Hofwiese im Zentrum Wald-Michelbachs. Anmeldungen werden unter 0 62 07-94 24-0 entgegengenommen. Infos: www.ueberald.eu

So prickelnd kann Trocken sein: Kellereiführungen in Wiesbaden

Das Unternehmen Henkell & Co. Sektkellerei KG ist weit über die Grenzen Hessens hinaus für seine prickelnden Getränke bekannt. Jeden Samstag um 12 Uhr haben Besucher im Rahmen einer einstündigen Sektkellereiführung die Möglichkeit, einen Einblick in die Entstehungsgeschichte zu gewinnen. Am Marmorsaal im Rokokostil vorbei, lernen die Teilnehmer Wissenswertes über die 200.000-Liter-Fässer, die in sieben Stockwerke tiefen Weinkellern lagern. Den Abschluss bildet eine Verkostung der unterschiedlichen Sektvariationen. Treffpunkt für die Tour ist der Henkell-Shop in der Henkell & Co. Sektkellerei KG. Die Tickets kosten acht Euro und sind bei der Wiesbaden Tourist Information am Marktplatz in der hessischen Landeshauptstadt erhältlich. Infos: www.henkell-sektkellerei.de oder www.wiesbaden.de

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