Zehn Dinge, die man 2016 in Hessen erleben muss


Mohnblüte in Nordhessen
© Fotograf: Eugen Merdian

auch 2016 sorgt Hessen mit seinen traditionsreichen Festen, Märkten und Festivals für einen abwechslungsreichen Aufenthalt in den Städten und Regionen. Von Januar bis Dezember gibt es viel zu bestaunen und zu sehen – die Bandbreite reicht dabei vom weltbekannten Museumsuferfest in Frankfurt bis zu den 66. Bad Hersfelder Festspielen. Der Besuch der Events lässt sich gut mit einem Kurzurlaub in Hessen verbinden. Unter www.hessen-tourismus.de gibt die Hessen Agentur einen Überblick über das bunte Eventprogramm für das neue Jahr.

++ Ein Blütenmeer in pink: Mohnblüte in der GrimmHeimat NordHessen ++

Im Hochsommer versetzen Millionen von rosavioletten Schlafmohnblüten die Landschaft rund um das nordhessische Germerode in einen wahren Farbenrausch. Gäste können das Blütenmeer bei einer Rundwanderung auf dem etwa drei Kilometer langen Wanderweg bestaunen. An den Blühwochenenden werden darüber hinaus Planwagenfahrten und geführte Spaziergänge zu den Mohnfeldern angeboten. Ob durch die blühenden oder abgeblühten Mohnfelder – Bei den Mohnblütenwanderungen mit dem Naturparkführer am 3., 9., 10. und 17. Juli 2016 erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die alte Nutz- und Heilpflanze Schlafmohn. Die Teilnahme kostet drei Euro pro Person. Ausgangspunkt für individuelle und geführte Wanderungen ist der Mohnparkplatz in Meißner-Germerode. Ziel ist das Café Mohntenne, das direkt an einem Blütenfeld liegt und Gäste mit Spezialitäten rund um den Mohn wie Mohnbratwurst oder Mohnkuchen verwöhnt. Das Konzept wurde 2015 mit dem Hessischen Tourismuspreis ausgezeichnet. Infos: www.mohnbluete-meissner.de

++ Deutschlands einzigartige Hummelschauanlage in Naumburg ++

In der nordhessischen Stadt Naumburg liegt Deutschlands einzigartige Hummelschauanlage. Die Hummelwerkstatt bietet verschiedene Nistmöglichkeiten und einen Rotlichtraum, in dem die Insekten quasi unter der Erde beobachtet werden können. Rotlicht, das Hummeln nicht sehen, da sie rotblind sind, erlaubt großen und kleinen Besuchern die Insekten bei ihrem emsigen Leben zu beobachten, ohne zu stören. Jung und Alt erfahren außerdem, dass Hummeln nur ein Jahr leben und wie viele Arbeiterinnen in einem Volk leben. Spannend zu beobachten sind die Brutpflege und das Anlegen von Brutkugeln und Nektar- sowie Pollentöpfchen. Neben den pelzigen Hummeln werden darüber hinaus an einem Insektenhotel die vielen Solitärinsekten vorgestellt sowie in einem Formikarium zwei Ameisenarten. Die Hummelwerkstatt ist vom 1. Mai bis zum 31. August immer mittwochs von 15 bis 17 Uhr geöffnet, Samstag und Sonntag von 14 bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro pro Person, Kinder zahlen einen Euro. Infos: www.naumburg.eu

++ Feiern an der Lahn: „3 Tage Marburg 2016“ ++

Vom 9. bis zum 10. Juli 2016 ist Marburg im Ausnahmezustand: Bei dem jährlichen Stadtfest „3 Tage Marburg“ werden Jung und Alt bei zahlreichen Veranstaltungen in der Innenstadt, im Schlosspark und am Lahnufer mit Live-Musik auf zehn Bühnen und mehr als 300 Ständen unterhalten. Darüber hinaus kämpfen am Samstag und Sonntag verschiedene Mannschaften beim Drachenbootrennen um den Sieg auf der Lahn. Infos: www.marburg-tourismus.de

++ Elvis lebt: 15. Europäisches Elvis Festival in Bad Nauheim ++

Pflichttermin für alle Elvis-Fans: Vom 19. bis zum 21. August 2016 wird dem King of Rock ’n’ Roll in der hessischen Gesundheitsstadt Bad Nauheim bereits zum 15. Mal das „European Elvis Festival“ gewidmet. Konzerte, Führungen, eine Oldtimer-Parade und ein Fanmarkt verwandeln die Stadt in ein Mekka für Fans der 50er und 60er Jahre. Besucher erleben an den drei Tagen unvergessene Musik von namenhaften Cover-Bands, Cadillac-Corsos und spüren den Spirit des Weltstars, der hier 1958 seinen Militärdienst antrat und damit Bad Nauheim zu seinem „European Home“ machte. Infos: www.european-elvis-festival.de

++ Kilts, Whiskey und Dudelsäcke: Schottischer Mittsommer in Schotten ++

Am ersten Wochenende im Juni stehen in Schotten die Zeichen auf Karo: Der Schottische Mittsommer verleiht der Stadt im Herzen des erloschenen Vulkangebietes Vogelsberg am 4. und 5. Juni 2016 überregionales Aufsehen. Im achten Jahrhundert waren es nämlich iro-schottische Mönche, die zur Missionierung in den Vogelsberg kamen und der heutigen Stadt Schotten ihren Namen gaben. Zwei schottische Prinzessinnen, Rosamund und Dichamund, sorgten der Sage nach später für großes Aufsehen – sie sind noch heute die städtischen Prinzessinnen. Das traditionsreiche Event im Alteburgpark bietet zahlreiche Highlights, die an die Gründung erinnern. Höhepunkt am Samstagabend ist der Open-Air-Auftritt der Berliner Formation „The Sandsacks“. Die sechs Musiker überzeugen mit Schalmeien, Dudelsäcken oder Trommeln in einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm mit mittelalterlicher Musik, Folk und Rock. Zuvor finden die traditionellen „Schottenspiele“ statt. Sechs Teams messen sich in sportlichen Aufgaben wie Sackhüpfen oder Baumstammwerfen. Umrahmt wird die Veranstaltung von mittelalterlichen Ständen wie etwa den „Clan der Mc Hains“. Eine Whiskey-Verkostung steht ebenfalls auf dem Programm. In der Stadt unterwegs ist auch die Drum & Pipe Band „Targe of Gorden“ aus Fulda. Infos: www.schotten.de

++ 60 Jahre Opel-Zoo: Die Pinguine kommen in den Taunus ++

Sie sind klein, ziemlich tollpatschig und haben einen schwarz-weißen „Frack“: 2016 feiert das Georg von Opel-Freigehege sein 60jähriges Bestehen und holt erstmals Brillenpinguine in den Taunus. Ab Frühjahr 2016 können große und kleine Besucher die bis zu 70 Zentimeter großen Pinguine durch eine Glasscheibe beim Schwimmen beobachten. Der Opel-Zoo setzt damit seine langjährige Strategie fort bevorzugt Tierarten zu präsentieren, die Teil eines Zuchtprogramms für bedrohte Tierarten sind. Die Geschichte des Opel-Zoos ist untrennbar mit seiner erfolgreichen Elefantenhaltung verbunden. Waren die vier kleinen Elefanten, die im Juni 1955 via Schiff und Eisenbahn aus Mombasa über Genua in Kronberg ankamen, die ersten afrikanischen Großtiere des danach entstehenden Freigeheges, so sind die Elefanten noch heute diejenigen Tiere, die symbolisch für den Opel-Zoo stehen und als einzige Elefanten Hessens auch Alleinstellungsmerkmal sind. Infos: www.opel-zoo.de

++ Das Welterbe Areal Kloster Lorsch ist erstmals komplett zugänglich ++

Das neue Jahr hält für Besucher des Klosters Lorsch ein Highlight bereit: 2016 sind erstmals alle neuen oder überarbeiteten Bausteine des Areals für Besucher zugänglich. Der 2015 mit dem Deutschen Preis für Landschaftsarchitektur ausgezeichnete Klosterhügel mit dem UNESCO Weltkulturerbe Kloster Lorsch und der Königshalle als Herzstück, bietet einen beeindruckenden Rundgang und Einblick ins frühmittelalterliche Klosterleben: mit den karolingischen Gebäuderelikten, der nachklösterlichen Zehntscheune mit den Funden aus 200 Jahren Grabungsgeschichte sowie dem Kräutergarten nach dem Lorscher Arzneibuch Erstmals sind damit die Grabungsfunde aus dem Kloster Lorsch am Ort ihrer Bergung zu sehen. Das auf 24 Hektar zum Welterbe Areal Kloster Lorsch erweiterte Gelände bietet mit dem Freilichtlabor Lauresham darüber hinaus eine weitere Attraktion: Einzig in Europa befasst sich diese, einem Dorf nachempfundene, Struktur mit der Lebensweise der weltlichen Bevölkerung zu Zeiten Karls des Großen. Hier leben alte Haustierrassen, es findet Frucht- und Gemüseanbau sowie Bienenzucht statt, es gibt dort Brunnen, Ställe, Scheunen, Handwerker- und Wohnhäuser, Wein- und Gemüsegärten und sogar eine kleine Kirche. Im Welterbe Areal Kloster Lorsch führt der neu angelegte Rundweg auch zu einer weiteren UNESCO Kernzone, dem Ursprungskloster Altenmünster. Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch im Lehr- und Schaugarten zum Thema Pfingstrose (auch Benediktinerrose genannt), deutschlandweit einzigartig in seiner Art. Infos: www.welterbe-areal-kloster-lorsch.de

++ Giacomo Puccini mit Turandot in Schloss Braunfels ++

Auch im Sommer 2016 ist die Opera Classica Europa mit einer klassischen Operninszenierung bei der Grafenfamilie auf Schloss Braunfels im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis zu Gast: Am 5. und 6. August wird in der romantisch schönen Atmosphäre des Schlosshofes Giacomo Puccinis Welterfolg „Turandot“ aufgeführt. Opera Classica Europa präsentiert an beiden Tagen eine der aufwendigsten Opernproduktionen mit international bekannten Solisten, großem Opernchor und namhaftem Orchester in großer Besetzung. Selbstverständlich dürfen sich die Besucher in gewohnter Weise auf eine klassische Inszenierung mit prächtigen Kostümen und stimmungsvoller Beleuchtung freuen. Tickets sind ab 58 Euro an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder vor Ort bei der Braunfelser Kur GmbH erhältlich. Infos: www.braunfels.de

++ Tanzende Sterne in der SCHIRN Kunsthalle in Frankfurt ++ Vom 26. Februar bis zum 12. Juni 2016 präsentiert die SCHIRN Kunsthalle in Frankfurt in einer konzentrierten Einzelausstellung unter dem Titel „Joan Miró. Wandbilder, Weltenbilder.“ einen bislang wenig diskutierten Aspekt im Œuvre des Katalanen Joan Miró: Die Vorliebe des Künstlers für große Formate und seine Faszination für die Wand. Tanzende Sterne, rotumrandete Sonnen und blaue Mondsicheln – Mit seinen fantasievollen Motiven gehört Joan Miró zu den beliebtesten Malern des 20. Jahrhunderts. Tickets sind ab zehn Euro erhältlich. Infos: www.schirn.de

++ Der Circus kommt in die Stadt: Büdinger Kulturnacht ++

Atemberaubende Attraktionen, geheimnisvolle Darbietungen, meisterhafte Artisten, lustige Clowns und beeindruckende Tierdressuren: Die Büdinger Kulturnacht findet am 9. Juli 2016 unter dem Motto „Circus“ statt und lockt mit einem zauberhaften Programm in die hessische Stadt Büdingen am Übergang der Wetterau zum Vogelsberg. Von 18 bis 1 Uhr verwandelt sich die historische Altstadt in eine riesige Manege. Unter dem Büdinger Circuszelt erwarten die Besucher Livemusik, Straßentheater, Kunstwerke und Ausstellungen. Der Eintritt kostet sechs Euro, für Kinder bis 14 Jahre ist der Zutritt kostenfrei. Infos: www.buedingen.info

Weitere Informationen zu spannenden Veranstaltungen in Hessen finden Interessierte unter Über Tourismus in Hessen: Im Zentrum Deutschlands gelegen bieten die hessischen Regionen und Städte attraktive Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten für Wanderer, Radfahrer, Kultur- und Naturliebhaber, Erholungssuchende und Familien. Fachwerkidylle und Großstadtflair, über 3.300 Kilometer Hessische Radfernwege, unzählige Kulturveranstaltungen, 30 Kur- und Heilbäder, über 3.000 Kilometer qualitätsgeprüfte Wanderwege, eine große Auswahl von UNESCO Welterbestätten, Burgen, Schlösser und Museen in Hülle und Fülle – Hessen ist ein Land der Kontraste. Mehr Informationen unter: www.hessen-tourismus.de.

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