Aussenansicht des Flippermuseums in Seligenstadt preloader-image Hessen Agentur

Flippermuseum

Flippermuseum

Black Night 2000 und Space Invaders

Flipper- und Arcadenmuseum

Wenn alles blinkt und leuchtet, dann ist Senad Palic in seinem Element. „Ich bin kein besonders guter Spieler, aber die Apparate sind einfach faszinierend“, erzählt er. Gemeint sind die rund 150 Flipperautomaten, die in Seligenstadt im Flipper- und Arcadenmuseum stehen. Von außen ein unscheinbares Gebäude am Stadtrand, innen der Lieblingsort für Nostalgiker. So manche Rarität haben die Mitglieder des Vereins, der das Museum betreibt, in liebevoller Handarbeit restauriert und wieder in Stand gesetzt. Flipper soweit das Auge sieht, von Anfang der 60er Jahre bis heute. Senad Palics Lieblingsflipper ist der „Black Night 2000“. „Sehr schwer zu spielen, weil das Spielfeld unten und oben sehr klein ist. Aber ich mag die Musik“, schwärmt er. Und die ist motivierend und antreibend, wenn die kleine silberne Kugel ins Feld schießt und immer wieder gegen die lustigen Hindernisse stößt. Da ist es gar nicht so schlimm, dass Palics Spiel recht schnell vorbei ist. Er kann es ja noch einmal versuchen und noch einmal, wenn er möchte. Denn die Flipper und die Arcaden – das sind Automaten für Videospielklassiker wie Donkey Kong oder Space Invaders – laufen auf Freispielmodus. Nur ein Gerät wird tatsächlich mit Münzen betrieben. Der sogenannte Charity Flipper ganz vorne am Eingang. „Die Einnahmen spenden wir an die Jugendfeuerwehren in Seligenstadt, Klein-Welzheim und Froschhausen“, erklärt Palic.

Unbegrenzter Spielespaß

Während der Öffnungszeiten können Besucher also so oft und so lange spielen wie sie möchten. Gerade in den Wintermonaten, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, muss man sich auf längere Wartezeiten an den Geräten einstellen. Dann ist das spielbare Museum sehr beliebt. Die rund 160 Mitglieder des Vereins stemmen hier alles ehrenamtlich. Deshalb öffnen sie ihre heiligen Flipperhallen auch nur einmal am ersten Samstag im Monat. Sonderführungen für Vereine gibt es allerdings auch. Und einmal im Jahr gibt sich die Flipperprominenz die Ehre in Seligenstadt: „Wir richten hier jedes Jahr das Liga-Finale aus.“ Dann lassen die Besten der Besten die kleine silberne Kugel flitzen, für die Krone der Flipper-Meisterschaft. Ein echter Lieblingsort für alle Spielbegeisterten, egal ob jung oder alt.