Hessen Wiesbaden Museum Wiesbaden preloader-image Hessen Agentur, Florian Trykowski

Kulturschätze

Kulturschätze in Hessens Städten

Der Zeit ihre Kunst – Der Kunst ihre Freiheit

Von Barockstadt bis documenta

Was seiner Zeit die Wiener Sezessionisten postulierten wird aktuell in Hessen spürbar. Dank der Schenkung der bedeutendsten deutschen Privatsammlung des Jugendstils und Symbolismus durch Ferdinand Wolfgang Neess befindet sich das Landesmuseum Wiesbaden seit diesem Jahr auf Augenhöhe mit den führenden Museen des Jugendstils in Europa. Gemeinsam mit der Darmstädter Mathildenhöhe bereichert Wiesbaden zukünftig die Landkarte der Art Nouveau in Hessen.

Doch Hessen ist künstlerisch weitaus facettenreicher: Von der Barockstadt Fulda über die Jugendstilmetropole Darmstadt bis zur documenta Stadt Kassel – Hessen bietet Kunst und Kultur von Weltrang. Den größten Höhepunkt im hessischen Museumsjahr liefert jedoch Frankfurt mit „Making van Gogh” im dortige Städel Museum. Es werden van Goghs Werke aus Sammlungen des Museum of Fine Arts in Boston, des Cleveland Museum of Art, der Bayerischen Staatsgemäldesammlung in München, des Metropolitan Museum of Art in New York, der Nationalgalerie in Prag und der National Gallery of Art in Washington gezeigt. 

Wem der Sinn nach mehr Altertum steht, wird in Marburg fündig. Ein über 2.000 Jahre alter Sarkophag aus Ägypten, Palmblätter mit den Lehren Buddhas – nicht nur Schüler können in dem etwas versteckten Museum in Marburg die Vielfalt der Kulturen entdecken. Die Religionskundliche Sammlung der Phillipps-Universität Marburg befindet sich in einer 440 Jahre alten ehemaligen Landgräflichen Kanzlei – ein „Schlösschen unterhalb des Schlosses”, wie es Einheimische liebevoll nennen.
Einzigartig kann man in Gießen Gießen , denn dem gesamten Kosmos des trivialen Gießgefäßes widmet sich das GiKaMu (Gießener Gießkannenmuseum). Die durch Stiftungen und Dauerleihgaben generierte Sammlung rückt den Alltagsgegenstand in seiner enormen Formenfülle in den Blickpunkt.

Von Subkultur bis Musical

Doch auch Subkultur hat einen festen Platz im hessischen Kalender. Kassel lockt zum Beispiel mit Deutschlands größter ehrenamtlich organisierten Anime- und Manga-Convention jeden Herbst viele tausend Fans der japanischen Comic-Kultur nach Kassel. Fantasievoll kostümiert trifft und erlebt der Besucher im Kassel Kongress Palais ein Programm mit Livemusik, Cosplay-Wettbewerben, Mangamarkt und vielem mehr. 

Es war einmal … Prinzessinnen, Feen, Wölfe und Zwerge bevölkern in der Kinderbuch-Ausstellung das Klingspor Museum in Offenbach. Neben zahlreichen aktuellen Kinderbuchausgaben aus aller Welt spielen Märchenstoffe in diesem Jahr eine besondere Rolle und führen zurück in vergangene Zeiten und tief in die Winkel der menschlichen Seele.

Wem der Sinn bei so viel bildnerischem Input nach musikalischer Unterhaltung steht, dem können die hessischen Metropolen mit einem reichen Eventangebot Interessantes bieten.

So zeigt das Brüder Grimm Festival in idyllischer Kulisse bereits zum 13. Mal ein Programm rund um das Thema Märchen. Das Open-Air-Märchenmusical ist ab Mitte Juli bis Mitte August auf der Seebühne im Park Schönfeld in Kassel zu sehen. 

Mit einer Welt-Uraufführung überrascht der Musical Sommer Fulda mit „Robin Hood – Das Musical”. In Kooperation mit dem irischen Weltstar Chris de Burgh komponiert, nimmt die Saga um Robin Hood den Zuschauer mit in die Welt von Robin, Little John und Bruder Tuck, die in den Wäldern von Nottingham für Gerechtigkeit kämpfen.