Mathildenhöhe in Darmstadt preloader-image Hessen Agentur, F. Trykowski

Museen in Hessen

Vielfältige Museumslandschaft

Ausflüge, Museen und Sehenswürdigkeiten.

Museen in Hessen

Begib Dich auf eine Reise durch die Zeit und entdecke dabei Deinen Lieblingsort in Hessen. Entdecke außergewöhnliche Sammlungen und Präsentationen, kleine und große Schätze der Kulturgeschichte. Ob Dich die Suche nach den historischen Kostbarkeiten in die Renaissance oder das Barock führt wie in Wetzlar, in die Welt der Märchen wie in Kassel oder zu den Errungenschaften jüngerer Architekturkunst wie in Darmstadt. In den Museen begegnest Du hessischer Kulturgeschichte und der Alltagskultur vergangener Jahrhunderte. 

Palais Papius in Wetzlar

Die Sammlung gehobener Wohnkultur des 16. bis 18. Jahrhunderts kannst Du hier in Wetzlar bestaunen. „Du bekommst einen Eindruck davon, wie man lebte als es noch Könige und Kaiser gab“, schwärmt Gerhild Seibert. Die Gästeführerin zeigt mit Begeisterung die außergewöhnliche Sammlung der Wetzlarer Bürgerin und Kinderärztin Irmgard Freiin von Lemmers-Danforth. In 20 Zimmern des ehemaligen Adelspalais sind über 450 Objekte ausgestellt, darunter Möbel, Keramik, Goldschmiedekunst, Gemälde, Skulpturen und Tapisserien der Renaissance und des Barock. Ein kleiner Schatz befindet sich gleich zu Beginn des Rundgangs. Der sogenannte Spieltisch von Diane de Poitiers, ein Geschenk des französischen Königs Heinrich II. an seine Geliebte aus dem Jahr 1556. Im Festsaal stehen einige Kabinettschränke, die in früheren Zeiten dazu dienten, Objekte zum Beispiel aus der Natur darin zu sammeln und aufzubewahren. „Dann hat man sich mit Freunden getroffen und sich darüber unterhalten“, erklärt die Gästeführerin ihren Besuchern. Heutzutage hat der Festsaal noch eine andere Funktion, Du kannst ihn nämlich in Absprache mit dem Wetzlarer Standesamt als Ort für die Trauung nutzen. Ein wahrhaftiger Lieblingsort, heute wie damals. 

Grimmwelt Kassel

An diesem Lieblingsort von Schauspieler Stephan Becker erfährst Du alles über die ungewöhnlichen Brüder Grimm und das Ganze in einer ebenso ungewöhnlichen Architektur. Die Grimmwelt Kassel feiert in 2020 ihren 5. Geburtstag und gleichzeitig jährt sich die Auszeichnung der Kinder- und Hausmärchen als UNESCO-Weltdokumentenerbe zum 15. Mal. „Ein besonderer Höhepunkt sind daher auch die Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen mit handschriftlichen Anmerkungen der Brüder Grimm“, erklärt Stephan Becker. Mit über 30.000 Briefen, die die Brüder Zeit ihres Lebens geschrieben haben, kann man sie wohl zurecht als die berühmtesten „Netzwerker“ ihrer Zeit bezeichnen. Nach ihrer Zeit in Göttingen haben Jakob und Wilhelm in Kassel mit der Arbeit am deutschen Wörterbuch begonnen, zu dem es eine faszinierende Installation des Künstlers Ecke Bonk zu bestaunen gibt, die bereits das Publikum der documenta XI begeistert hat. In der Grimmwelt Kassel treffen die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Arbeit der Brüder auf die spielerische Märchenwelt, die sie Zeit ihres Lebens geschaffen haben.

Museum Künstlerkolonie in Darmstadt

„Eine Stadt müssen wir erbauen, eine ganze Stadt.“ Dieser Ausruf von Josef Maria Olbrich steht wie kein anderer für das einmalige Erbe der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe Darmstadt. „Seit 120 Jahren kommen hier Menschen zusammen, um diese ganz besondere Architektur zu erleben, um sich an Kunst und Baukultur zu erfreuen,“ beschreibt Dr. Philip Gutbrod seinen Lieblingsort. Der Leiter des Instituts Mathildenhöhe zeigt im Museum Künstlerkolonie Werke, die eine besondere Bedeutung für den Jugendstil hatten und haben. Der Architekt Peter Behrens baute auf der Mathildenhöhe sein erstes Haus. „Dieses Haus war praktisch eine offene Ausstellung, die der Besucher 1901 besichtigen konnten. Jedes einzelne Element hat er entworfen“, erklärt Dr. Gutbrod. Heute kannst Du Teile davon noch bestaunen, wie die goldenen Schiebetüren, die zum Musikzimmer führten. Oder das Speisezimmer, das komplett als Ensemble im Kaufhaus in Berlin 1902 erworben werden konnte.