Das Kurhaus in Wiesbadenpreloader-image
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Stadterlebnis

8 Highlights in Wiesbaden und im Rheingau

Highlights aus der Landeshauptstadt und Region

Die hessische Landeshauptstadt ist eines der ältesten Kulturbäder Europas, eine Kulturmetropole mit berühmten Museen, Theatern und einer bunten Restaurant- und Barszene. Vor allem ist sie aber auch das Tor zum Rheingau, dem kleinsten Weinanbaugebiet Deutschlands, wo jede Menge Lebensfreude im Glas funkelt. Unsere acht Highlights für ein gelungenes Wochenende in Wiesbaden und dem Rheingau.

 

Kurhaus Wiesbaden

Mit seinem Foyer mit der 21 Meter hoher Kuppel, seinen Säulen und prächtigen Belle-Epoque-Sälen gehört das Kurhaus zu den schönsten Gebäuden in Wiesbaden. Regelmäßig finden hier Empfänge, Ausstellungen, Konzerte und Bälle statt. Du kannst hier auch eine der ältesten Spielbanken Europas besuchen, wo seit Beginn des 19. Jahrhunderts viele weltberühmte Persönlichkeiten, Musiker oder Schriftsteller am Roulette-Tisch saßen. Einige hatten Glück, andere verspielten es, wie der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski, der in der Spielbank 1865 sein gesamtes Geld verlor und das dramatische Erlebnis später in seinem Roman “Der Spieler” verarbeitete. Das Kurhaus ist von üppigem Grün und einem Ensemble weiterer historischer Bauten umgeben. Nachbarn sind zum Beispiel das barocke Hessische Staatstheater mit den Theater-Kolonnaden und Nassauer Hof am Kaiser-Friedrich-Platz. Wie die feinen Herrschaften im 19. Jahrhundert kannst Du vom Kurhaus aus über die vornehme Wilhelmstraße, das Bowling Green oder durch den großen Kurpark mit seinen mächtigen Bäumen flanieren.

Museum Wiesbaden

Der Grundstein für das imposante, dreiflügelige Bauwerk wurde 1912 gelegt, und schon zwei Jahre später eröffnete als Erstes die opulente Gemäldegalerie. Heute ist das Museum Wiesbaden für Kunst und Kultur eines der fünf Hessischen Landesmuseen und zählt mit 7.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu den wichtigsten Museen der Republik. Auch der Internationale Kunstkritikerverband hat es schon als “Museum des Jahres” ausgezeichnet. Neben der permanenten Jugendstil-Ausstellung von F. W. Neess sowie Werken des russischen Malers Jawlensky bietet es weitere großartige Sammlungen von der Prähistorie bis in die Gegenwart. Dazu kommt eine bemerkenswerte Ausstellung naturwissenschaftlicher Präparate.

Neroberg

Der Wiesbadener Hausberg ist 245 Meter hoch und in dreierlei Hinsicht sehenswert. Zum einen wäre da die russisch-orthodoxe Kirche mit ihren goldenen Zwiebeltürmen. Entworfen hat sie der nassauische Baumeister Philipp Hoffmann, der sich auf einer Russlandreise von der dortigen Architektur inspirieren ließ. Noch heute feiert die russisch-orthodoxe Gemeinde von Wiesbaden hier ihre Gottesdienste. Ein weiteres Highlight am Neroberg sind die Weinreben: Der Wiesbadener Hausberg ist nämlich eine der wenigen innerstädtischen Weinlagen Deutschlands, weshalb der Weinberg als Kulturdenkmal gilt und unter Denkmalschutz steht. Du kannst den 245 Meter hohen Berg klassisch besteigen, musst aber nicht: Die Nerobergbahn fährt dich gemütlich zum Gipfel hoch. Sie ist Deutschlands einzige noch mit Wasserballast betriebene Standseilbahn und bereits mehr als 130 Jahre alt. Ein ganz besonderes Erlebnis!

 

Staatstheater Wiesbaden

Das prächtige Gebäude unweit vom Kurhaus ist Wiesbadens Kulturhighlight und gleichzeitig ein architektonisches Meisterwerk. Hier können sich die Besucher schon vor Beginn der Aufführungen die Augen mit Schönheit füllen. Zum Beispiel im reich mit Stuck verzierten, dreigeschossigen Rokoko-Foyer, im Theatersaal des Großen Hauses mit über 1.000 rotsamtenen Stühlen und goldenen Balustraden oder, beim Ankommen, beim Blick auf den Giebel über dem Haupteingang. Dort ist ein Zitat von Friedrich Schiller verewigt:  „Der Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben. Bewahret sie!“. Das Staatstheater ist ein Vier-Sparten-Haus und präsentiert jedes Jahr über 30 Neuinszenierungen in Oper, Schauspiel und Ballett. Das Repertoire reicht von klassischen Werken über Stücke der dramatischen Gegenwartsliteratur bis zum modernen Musiktheater. Tolle Kultur in prachtvollem Ambiente.

 

Sektkellerei Henkell Freixenet

Die Sektkellerei Henkell Freixenet ist eine der traditionsreichsten Sektkellereien in Deutschland. Adam Henkell gründete sie, ursprünglich als Weinhandlung, 1832 in Mainz. Sein Enkel Otto Henkell führte das Unternehmen so erfolgreich, dass um etwa 1900 ein Umzug nötig wurde. Der damals noch unbekannte Architekt Paul Bonatz schuf daraufhin einen klassizistischen Bau in Wiesbaden, der bis heute nichts von seiner prächtigen Herrlichkeit verloren hat, das “Henkellsfeld”. Das mit griechischem und italienischem Marmor ausgekleidete Foyer erinnert fast schon an ein Schloss. Du möchtest wissen, wie Sekt hergestellt und gelagert wird? Dann ist eine Kellerführung das richtige für Dich. Dabei kannst Du einen Blick in den sieben Stockwerke tiefen Weinkeller werfen, die bis zu 200.000 Liter großen Fässer bestaunen und den Mitarbeitern über die Schulter schauen. Das Anwesen wird aber nicht nur zur Sektherstellung genutzt; auch Konzerte, Kunstausstellungen und andere Festlichkeiten finden hier statt. Und alles richtig schön prickelnd!

 

Kloster Eberbach

Kloster Eberbach ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster und liegt im Naturpark Rhein-Taunus. Mit ihren romanischen und frühgotischen Gebäuden zählt die weitläufige Anlage zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern Europas. Herzstück der Anlage ist die romanische Basilika, die bereits 1150 erbaut wurde. Aber auch das stimmungsvolle Hospital, den eleganten gotischen Kapitelsaal, das kreuzgewölbte Dormitorium und das festliche barocke Refektorium solltest du unbedingt besichtigen. Außerdem ist das Kloster für seine Weine berühmt. Im Hospitalkeller lagern mehr als 4000 Flaschen edelster Tropfen. Die älteste Flasche hier, ein Hoheimer Riesling, stammt aus dem Jahrgang 1706! Wenn du bei einem Besuch sowohl in den Genuss der Weine kommen als auch das Kloster besichtigen willst, buchst du am besten eine der angebotenen Weinführungen. So erfährst Du alles Wissenswerte über die fast 900 Jahre alte Abtei und kannst Dich nach Herzenslust durch die verschiedenen Weine degustieren. Wenn dir ein Wein besonders geschmeckt hat, kannst du ein paar Flaschen davon in der Vinothek oder im Klosterladen kaufen und später zu Hause genüsslich in Erinnerungen schwelgen.

 

 

Altstadt von Eltville

Eltville ist zwar die größte Stadt im Rheingau, versprüht aber trotzdem jede Menge ländlichen Charme. Wahrscheinlich liegt das an dem vielen wilden Wein, der sich an den schmucken Hausfassaden empor rankt, oder an den vielen Winzern, die auf ihren Traktoren in und um Eltville herumtuckern. Die Stadt trägt übrigens jede Menge Titel – sie ist Rosen-, Wein-, Sekt-, Gutenberg- und Nachhaltigkeits-Stadt und damit die Stadt mit den meisten Titeln Deutschlands. Am besten lässt Du Dich einfach durch die Gassen treiben und gehst am Rheinufer spazieren, denn da wirkt Eltvilles Charme am besten. Im Sommer triffst Du am Platz von Montrichard, unter den Platanen, direkt an der Rheinpromenade und nur 150 Meter von der Kurfürstlichen Burg entfernt, auf die lokalen Winzer, die hier an kleinen Probierständen ihre Weine ausschenken. Die Altstadt liegt übrigens etwas erhöht wie auf einer Terrasse über der Unterstadt und hat Eltville ihren Namen beschert. Der kommt vom lateinischen Alta Villa, was so viel wie „Hoher Hof oder höher gelegene Stadt“ bedeutet.

 

Café Maldaner

Ein Stück Wiener Kaffeehaustradition mitten in Wiesbaden? Das gibt’s im Café Maldaner in der Marktstraße, wo Du köstliche Kuchenkreationen und frisch aufgebrühten Kaffee bekommst. Als erstes Original Wiener Kaffeehaus Deutschlands öffnete das Café Maldaner im Jahr 1859 seine Türen. Hinter dem hölzernen Eingangsportal erwartet Dich hier ein gemütliches Ambiente mit rot-goldenen Sofas, goldenen Kronleuchtern und kleinen Häkeldeckchen auf den Tischen. Neben Atmosphäre und Gemütlichkeit solltest du natürlich auch die Köstlichkeiten von der großen Kuchentheke genießen, die seit über 150 Jahren nach traditionellen Rezepten aus hochwertigen Rohstoffen von regionalen Partnern gefertigt werden. Bezahlen kannst du die süßen Leckereien übrigens mit goldenen „Maldaner Talern“ – die wurden eigens für das Café geprägt, haben einen Wert von 2,50 € und können beim Ober erworben werden.