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Hessens Städte im Winter

Frankfurt und Offenbach

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Verschneite Parks, Zoos und Wellness-Oasen

Die Bäume der städtischen Parks sind von Raureif überzogen, gefrorene Wasserflächen glitzern in der Wintersonne. Schneehäubchen krönen die Giebel historischer Prachtbauten genauso wie die Dächer avantgardistischer Glaspaläste. Die großen und kleineren Städte in Hessen können auch und gerade im Winter ganz zauberhafte Reiseziele sein – wie zum Beispiel Frankfurt am Main und Offenbach. 

Hier einige gute Tipps für beide Städte. Wegen der besonderen Corona-Bedingungen check vor einem Besuch unbedingt die aktuelle Lage, manche Events und Einrichtungen sind zeitweise geschlossen beziehungsweise finden nicht statt. Was kein Problem ist – es stehen ja genügend Alternativen für einen schönen winterlichen Kurzurlaub zur Wahl, oder man plant schon mal fürs kommende Jahr.

Fast Facts

Mit gut 760.000 Einwohnern ist Frankfurt am Main die größte Stadt Hessens und die fünftgrößte in Deutschland. Mehr als 300 Banken aus aller Welt prägen mit ihren Wolkenkratzern die futuristische Skyline, doch die Messestadt hat auch ein riesiges Angebot an tollen Restaurants, Cafés, Bars und Kultureinrichtungen. Das gilt genauso für das benachbarte Offenbach mit seinen gut 130.000 Einwohnern. Tolle Museen, schöne Parks und dank vieler Studenten eine kunterbunte Kultur- und Gastro-Szene machen die Location ebenfalls zu einem tollen Ausflugsziel im Winter. Hier einige gute Tipps für beide Städte.

To do in Frankfurt und Offenbach bei gutem Winterwetter:

Durch verschneite Straßen und Parks spazieren

Bei blauem Himmel genießt man einen Wintertag in Frankfurt natürlich am liebsten dick eingemummelt im Freien. Nach einem Gang durch die Altstadt samt Römerberg, Rathaus, Paulskirche und Kaiserdom flanierst du über den Eisernen Steg, eine Fußgängerbrücke über den kalt glitzernden Fluss, die eine tolle Aussicht auf „Mainhattans“ Skyline vor dem stahlblauen Winterhimmel gewährt. Später geht es dann in einen der verschneiten Parks, zum Beispiel den zauberhaften Grüneburgpark – fein aufwärmen kannst du dich dort in den Gewächshäusern des Palmengartens.

Raureif, Eis und bisweilen Schnee verzaubern auch die vielen Grünanlagen in Offenbach. Der Mainufer-Park etwa ist ein guter Ort für einen winterlichen Spaziergang direkt am Fluss, im Herzen der Stadt liegt der Büsingpark als ein perfekter Wintergarten, und im Schlosspark Rumpenheim wandelten einst gar gekrönte Häupter. Am besten lernst du Offenbach zur kalten Jahreszeit aber im Zentrum kennen, etwa am Wilhelmsplatz, wo dreimal pro Woche Markt ist. Während dort sommers ein fast südländischer Trubel herrscht, gibt es im Winter eine wohltuend ruhige Atmosphäre – die klammen Finger aufwärmen kann man dann gut in einem der Cafés und Restaurants ringsum.

Auf den Weihnachtsmarkt gehen

Zu den größten und ältesten Märkten seiner Art gehört der Frankfurter Weihnachtsmarkt im Zentrum der Stadt, seine Geschichte geht zurück bis 1393. Weihnachtliche Delikatessen und Süßwaren, Geschenke und Souvenirs werden hier an mehr als 200 liebevoll dekorierten Ständen geboten, überall duftet es nach heißem Apfelwein und Zimt, dazu werden die schönsten Weihnachtslieder gespielt. Wie fast überall in Deutschland werden diese Events wegen Corona erst wieder 2021 stattfinden – also unbedingt im Terminkalender vormerken.

Es riecht nach Bratwürstchen und gebrannten Mandeln, traditionelle Lieder erklingen, Kinder mit winterroten Wangen und blitzenden Augen vernaschen bunte Lebkuchenherzen und Lakritzstangen. Der Offenbacher Weihnachtsmarkt gehört historisch in der Adventszeit zum gesellschaftlichen Leben der Stadt. Im Bereich von Rathaus, Stadthof und Aliceplatz gibt’s neben allerlei Leckereien auch ganz viel Kunsthandwerk, und an zentraler Stelle thront eine zwölf Meter hohe Glühweinpyramide. Nicht nur Kinder finden hier ihr wahres Winter-Wunderland.

Eine geführte Wintertour machen

Wer möglichst gezielt und viel von der winterlichen Region erleben will, kann unter verschiedenen Führungen wählen. Beim eineinhalbstündigen Gang durch Frankfurts historisches Zentrum etwa spazierst du durch verwinkelte Gassen, siehst den Dom, die Paulskirche und das Museumsufer und erfährst von Gästeführern viel über die Geschichte der Stadt. Man kann die winterliche Mainmetropole natürlich auch mit Hop-On/Hop-Off-Bussen erkunden – oder mit dem berühmten Ebbelwei-Express, einer gut beheizten, bunt bemalten Straßenbahn, in der du beim warmen Apfelwein und Brezeln gemütlich durch Frankfurt rollst.

Auch im winterlichen Offenbach gibt es viele Führungen mit kundigen Guides, die Palette reicht von der Route durchs Kulturkarree über eine Wanderung zur Back- u. Schokoladenfabrik bis hin zu „Offenbach in action“. Oft erhältst du dabei Gastrotipps, wo du dich nach einem Marsch durch die Kälte gut wieder aufwärmen kannst. Eine Besonderheit zur dunklen Jahreszeit bietet der zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst geführte Wetterpark –  unter dem Titel „Auf der Suche nach dem Nikolaus in den Klimazonen der Welt“ erforschst du im Schein der Taschenlampe das 20.000 Quadratmeter große Lehr- und Erlebnisgelände.

Tiere im winterlichen Zoo besuchen

Der 1858 gegründet Frankfurter Zoo inmitten der Stadt mit seinem Exotarium und Nachttierhaus zählt gar zu den bedeutendsten Zoos in Europa. Besucher können hier auch im Winter täglich rund 500 Arten aus aller Welt bestaunen. Ein Hauptanliegen der Einrichtung ist dabei der Naturschutz – in Zusammenarbeit mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), einer der engagiertesten Naturschutzorganisationen weltweit, setzt man sich intensiv für die Zucht und Erhaltung seltener und bedrohter Tierarten ein.

Wenn es draußen kalt ist, freuen sich die Tiere im Zoo besonders über Zuwendung. Im Waldzoo Offenbach voll heimischer Wildtiere, aber auch Exoten, kannst du teils auf Tuchfühlung mit deinen Lieblingen gehen, viele der Tiere hier lassen sich gerne mal streicheln. Auch das Füttern ist bisweilen möglich. Mit einer Patenschaft kannst du zudem die Versorgung der Tiere unterstützen und helfen, Dinge wie das alltägliche Futter oder Tierarztrechnungen zu finanzieren.

To do in Frankfurt und Offenbach bei miesem Winterwetter

Kunst & Kultur schnuppern

Statt „Frosty the Snowman“ ist heute „Raindrops Keep Fallin’“ angesagt? Kein Problem, die Region hat auch im Winter ganz viele Highlights im Trockenen zu bieten. Also raus aus der Kälte und rein ins Warme: Frankfurt ist mit mehr als 40 Museen und Ausstellungshäusern (15 davon allein am Museumsufer am Main) sowie über 60 Theatern und freien Theatergruppen eine Kulturmetropole ersten Ranges. Das beginnt bei Highlights wie der Alten Oper von 1873, in der von Klassik bis Musical alles geboten wird, und hört bei großartigen Sammlungen wie dem Senckenberg Museum für Naturgeschichte oder dem Städel Kunstmuseum mit über 3000 Gemälden und 600 Skulpturen noch lange nicht auf.

Auch Offenbach hat neben architektonischen Highlights viel für Kulturfreunde zu bieten. Das Angebot umfasst Ausstellungen wie „TIEF – Winter Scenery“ von Dominik Gußmann im Haus der Stadtgeschichte und reicht bis zu Sammlungen wie dem Klingspor-Museum zu Themen wie Buchkunst oder dem einzigartigen Leder-Museum. Spannend: Alternative Projekte wie Kulturzentrum Hafen 2 und der Waggon am Kulturgleis als Bühne für ungewöhnliche Events oder der Digital Retro Park & Commons Café, wo es Computergeschichte zum Anfassen gibt.

Gut essen und trinken gegen die Kälte

Zu Tisch sitzt man in FrankfurtRheinMain rund ums Jahr oft und gerne, aber im Winter schmecken die deftigen Spezialitäten der Region doppelt gut. Das reicht von Handkäs mit Musik (Sauermilchkäse und Zwiebeln in Essig und Öl eingelegt) über Rippchen mit Kraut (meist zu Kartoffelbrei serviert, top an kalten Tagen) bis hin zum Marzipangebäck Bethmännchen, das traditionell zur Weihnachtszeit verspeist wird. Dazu passt hervorragend der Äppelwoi, im Winter gern heiß getrunken und in jedem typischen hessischen Restaurant zu haben. In Offenbach etwa im Wiener Hof, wo neben toller Küche auch ein wechselndes Kulturprogramm geboten wird.

Auch in Frankfurt als „Hauptstadt des Apfelweins“ gibt es natürlich zur kalten Jahreszeit viele einladende warme Lokale, zum Beispiel im gemütlichen Quartier Sachsenhausen. Eine weitere Besonderheit ist die Kleinmarkthalle, ein überdachter Wochenmarkt im Herzen der Metropole. Wenn es draußen bitterkalt stürmt oder schneit, kannst du drin im Warmen unter einer Vielzahl von Lebensmitteln, Weinen und Speisen wählen – von regionalen Spezialitäten bis hin zu Gerichten und Produkten aus aller Welt. Ebenfalls top zur Winterzeit: frisch gebackene Waffeln, gerne aus dem Waffel House in Bornheim oder auch im ALEX auf dem Rooftop der Skyline Plaza – warm mit einer Prise Puderzucker an kalten Tagen ein Gedicht.

Dicke Schals und Mützen shoppen

In Frankfurt geht es rund ums Jahr ums Shopping, natürlich besonders um Weihnachten herum, wenn der Geschenkekauf ansteht und Läden und Malls zudem top sind zum Auftauen nach einem Winterspaziergang. Einkaufszentren und Outlets gibt es en masse, so wie das Nordwestzentrum samt seinen 150 Shops, das Hessen-Center mit rund 115 Fachgeschäften oder das Skyline Plaza, in dem viele Läden bekannter Markenlabels residieren. Mit satten 52.000 m² Verkaufsfläche auf acht Ebenen und einer außergewöhnlichen Architektur kommt schließlich das MyZeil im Zentrum der City daher. Im 4. OG hat es zudem eine besondere Attraktion – „MyZeil on Ice“ gilt als Hessens schönste und höchstgelegene Schlittschuhbahn.

In Offenbach kannst du ebenfalls prima Weihnachtseinkäufe machen. Haupt-Shoppingmeile ist die Fußgängerzone, und auch die zum Mainufer führende Herrnstraße hat originelle Läden. Boutiquen bekannter Modelabel finden sich unter anderem im Kaufhaus Offenbach/Main-Mitte (KOMM), während der traditionsreiche Offenbacher Seifenhersteller Kappus in der Luisenstraße einen Fabrikverkauf für Kosmetika führt. Die ehemalige Heyne-Fabrik ist ein weiterer schöner Outlet-Store, wo die Firma Fashion Art innovative Mode anbietet. Tage mit nicht-ganz-so-gutem Winterwetter lassen sich hier wie dort also aufs angenehmste unter Dach und Fach bringen.

Und nun in warme Wellness-Oasen abtauchen

Genug von Spaziergängen durch klirrend kalte Luft, Lust auf Chillen und Abhängen im Warmen? Wohlsein und Entspannung werden im Rhein-Main-Gebiet seit jeher groß geschrieben, kaum eine andere Region Deutschlands hat so viele schöne Wellnessoasen und -hotels. So kann man speziell an kalten Tagen bei Saunagängen und Massagen herrlich entspannen, in Offenbach etwa im Sheraton-Hotel mit seinen Saunen und Dampfbad. Ebenfalls äußerst reizvoll: Der Wellnessbereich des Offenbacher ACHAT Plaza – im sogenannten Tower gibt es dort auf drei Ebenen Top-Angebote für die perfekte Entschleunigung.

In Frankfurt kannst du alternativ einen winterlichen Kurzurlaub mit einem Hauch von Karibik verbringen – das Rebstockbad bietet ein Wellenbecken mit Strand, Erholung unter Palmen und Beachvolleyball. Eine weitere tolle Location ist Frankfurts Meridian Spa in der Skyline Plaza, dort gibt es neben Kräuter-, Eukalyptus-, Salzkristall- und anderen Saunen ein Sanarium, Dampfbad, einen großen Swimmingpool und mehrere Whirlpools. Und wartet ein weiteres Highlight im wahrsten Sinne des Wortes: Nach dem Schwitzen kannst du kalte Winterluft auf der großen Dachterrasse genießen – samt unbezahlbarem Blick über die verschneite Skyline von Frankfurt.