Hessischer Radfernweg R3

Hessischer Radfernweg R3

Von den Weinbergen im Rheingau bis in die Rhön folgt der R 3 den Spuren des bischöflichen Traubenkuriers aus Fulda. Weil der sich 1775 verspätete, kam es zur Entdeckung der Spätlese. Unterwegs präsentieren sich hessische Städte aus der Flussperspektive: die Landeshauptstadt Wiesbaden, Frankfurt und Offenbach. Hinter Schloss Philippsruhe in Hanau öffnet sich das Kinzigtal. Rad fahren wird erst spät anstrengend, nämlich auf dem Fuldaer Landrücken.

Der Hessische Radfernweg R 3 verläuft rund 250 km quer durch Hessen. Die abwechslungsreiche Tour beginnt in Rüdesheim am Rhein, führt zum St. Bonifatius-Dom in Fulda und endet am Marktplatz in Tann in der Rhön. Die Flusstäler von Rhein, Main und Kinzig und dazu die Etappe auf dem Milseburgradweg mit dem 1200 m langen, beleuchteten ehemaligen Eisenbahntunnel bei Kleinsassen – das lässt sich genießen.

Zunächst führt der R3 zwischen den Weinbergen des Rheingaus direkt ins Herz des Rhein-Main-Gebietes. Diese Gegend ist dicht besiedelt, bietet aber trotzdem schöne Abwechslung. Auf dem Weg werden viele bekannte Weinorte wie Oestrich-Winkel und Eltville durchquert und auf der Alternativroute durch die Weinberge wird das bekannte Kloster Eberbach passiert. Entlang des Mains geht die Route dann durch die Metropole Frankfurt. Frankfurts ganzer Stolz präsentiert sich am Mainufer: Skyline und Museumsmeile. Der Uferradweg ist eine Oase im hektischen Treiben der Stadt, gleichwohl bleibt die City greifbar nahe. Weg von den Industrielandschaften rund um Frankfurt führt die Route entlang des Rheins und Mains bis zur Mündung der Kinzig in den Rhein bei Hanau.

Ländliche Atmosphäre empfängt die Radler im Kinzigtal, das sich hinter Schloss Philippsruhe in Hanau öffnet und mit wenig Steigungen bis Schlüchtern reicht. Dank kaum spürbarer Schwierigkeitsgrade im Main-Kinzig-Kreis radelt es sich schön durchs Kinzigtal von Hanau über Gelnhausen und Wächtersbach nach Bad Soden-Salmünster. Von Bad Soden-Salmünster (Spessarttherme mit Saunalandschaft) folgt man der Beschilderung des R3. Durch grüne Wiesen, unter der Brücke der A 66 hindurch gelangt man zur Kinzigtalsperre. Über Steinau an der Straße bis zur Bergwinkel-Stadt Schlüchtern geht es weiter Richtung Rhön. In Schlüchtern verlässt die Route das Kinzigtal und folgt dem Riedbach Richtung Norden. Diese Strecke ist malerisch und unterhaltsam: Wald, Wiesen und Felder wechseln sich mit einer wunderbaren Regelmäßigkeit. Mit Schlüchtern endet der flache Teil des R3. Die erste Steigung bringt eine Herausforderung mit sich, die auf den nächsten vier Kilometern folgt. Auf dem Fuldaer Landrücken wird es dann anstrengend zu radeln.

Die Barockstadt Fulda ist ein kultureller Höhepunkt auf dem R3. Fulda und Bieber folgend geht es weiter zum Naturpark "Hessische Rhön", wo der zweite Steigungsabschnitt der Radtour beginnt. Der Aufstieg in die Rhön wird durch die Wegeführung über die ehemalige Trasse der Rhönbahn etwas erleichtert.

Zwischen Fulda und Hilders liegt der Milseburgradweg, ein Teil des R 3, welcher über viele Brückenbauwerke und abseits der großen Straßen verläuft. Auf Ihrer Fahrt passieren Sie den etwa 1,3 Kilometer langen Milseburgtunnel, der von November bis März zum Schutz von Fledermäusen gesperrt bleibt. Ab der Barockstadt Fulda ist mit einigen Steigungen bis nach Tann in der Rhön zu rechnen, ansonsten werden meist ebene Wege befahren.


Der Weg: Der Radfernweg R 3 verläuft zum überwiegenden Teil auf asphaltierten Rad- und Wirtschaftswegen sowie auf verkehrsarmen Straßen. Etwa ein Viertel führt über gut zu fahrende Wald- und Feldwege.

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