Blick über Idstein preloader-image Taunus Touristik Service e.V.

Idstein

Fachwerktraum im Taunus

Wer mit Diana Oft durch Idstein bummelt, sieht die kleine Fachwerkstadt im Herzen des Taunus mit anderen Augen. Und meistens hochkant, auf dem Display des Smartphones.

 

Was sie mit der Kamera ihres Telefons einfängt, sind kleine Kunstwerke. Aber nicht etwa, weil sie sie in aufwendiger Bearbeitung dazu macht: "Es soll authentisch sein und echt. Ich sehe das Bild und ich mache das Bild. Fertig!" Und das macht sie so erfolgreich, dass der Idsteinerin mittlerweile fast 10.000 Menschen auf Instagram folgen und damit auch durch ihre Stadt. "Diana bummelt durch Idstein" heißt der Account und der ist Programm: Verwinkelte Gässchen, buntes Fachwerk, lauschige Ecken. Das ist das Idstein von Diana Oft. Die gebürtige Thüringerin kam vor mehr als 20 Jahren der Liebe wegen hier her. Mittlerweile hängt ihr Herz auch an dem kleinen Städtchen: "Man sieht und spürt, wie sehr die Leute hier ihre Stadt und Häuser mögen. Das Fachwerk war früher verputzt und wurde in den letzten Jahren von den Hausbesitzern freigelegt und liebevoll gestaltet. In manche Gassen verläuft sich kaum ein Tourist, es sei denn "wir nehmen ihn mit", schmunzelt Diana.

600 Jahre Wohn-Architektur und Geschichte

Das Besondere an Idstein ist die Altstadt. Hier buhlen rund 200 schöne, bunte Fachwerkhäuser um die Gunst der Besucher nach dem besten Schnappschuss. Sei es das prachtvolle Killingerhaus, in dem sich die Tourist-Info befindet, das prächtigste aller Fachwerkhäuser der Stadt mit aufwendig geschnitzten Details. Oder das Schiefe Haus, 1725 erbaut, das dank aufwendiger Sanierung nur noch von außen den Anschein erweckt, es müsse doch einfach umkippen. In Idstein gibt es so viele wunderschöne und unterschiedliche Fachwerkhäuser in Laufweite, dass die Stadt dazu eine eigene Broschüre als Fachwerkrundgang herausgibt. Den besten Überblick bekommt man ganz oben vom Hexenturm. "Von hier oben sieht man wie die Stadt aufgebaut ist, die gerade Weiherwiese erkennt man sehr gut. Dahinter hörte früher die Stadt auf.", erklärt Diana.

Auf Entdeckungstour oder „Insta-Walk“

Dass Diana Oft so viel über Idstein weiß, kommt nicht von ungefähr. Gerne führt sie Gäste durch die Stadt, ein ganz besonderes Erlebnis sind Ihre "Insta-Walks". Ein paar Stunden stehen dann ganz im Zeichen der besonderen Bilder für die Online-Fotoplattform. Fachwerk, dass sich im Pfützenwasser spiegelt, der Turm umrahmt von Schießscharte, der Blick durch den Torbogen. Idstein hat so viele Fotomotive, hier hat man die Qual der Wahl. Und auch Diana selbst entdeckt immer wieder neues an ihrem Städtchen. "Dafür muss man manchmal die Perspektive wechseln," sagt sie und so sitzt man mit ihr auf dem Kopfsteinpflaster und rückt im Kanzleitor die alte Burganlange mit Hexenturm ins rechte Licht. Später auf dem Weg durch die Obergasse hält sie plötzlich inne und dreht ihre Foto-Mitstreiter: "Wenn man fotografiert lohnt es sich immer, sich noch einmal umzudrehen." So entdeckt man dann sein ganz eigenes Postkartenmotiv, von denen es in Idstein schier unendlich zu geben scheint. Und wer noch nicht überzeugt ist, den inspiriert Diana Oft gerne: "Ich mache das, weil ich mir wünsche, dass mehr Menschen nicht nur an Idstein vorbeifahren, sondern von der Autobahn abfahren, um zu sehen wie schön das hier ist."

Geheimtipps: vom Schlüssel zum Turm zur Idsteiner Nuss

Den Hexenturm kann man sogar ganz allein auf eigene Faust erkunden. Der Schlüssel liegt für jedermann und -frau in der Tourist-Info bereit. Dann "geschwind" die 165 Stufen hinauf und den spektakulären Rundumblick genießen, der einst dem Türmer vorbehalten war. Der beliebte Aussichtsturm, der unmittelbar am Schloss liegt, bietet einen Blick über die Altstadt bis zum Großen Feldberg und in den Goldenen Grund. Er ist das älteste erhaltene Bauwerk Idsteins und das Wahrzeichen der Stadt. Seinen Namen trägt er aber eigentlich zu Unrecht. Denn in dem imposanten Wahrzeichen der Stadt waren nie Hexen eingesperrt. Die schmachteten in einem kleinen Turm an der Stadtmauer, der aber abgerissen wurde. So kam der einzig existierende Turm zu seinem etwas unrühmlichen Namen. Am Fuße des Turms befindet sich eine Gedenktafel, die an die verfolgten Frauen erinnert.

Wohnen im Fachwerk: Idstein hat für seine Besucher, die über Nacht bleiben wollen, nicht nur schöne Hotels zu bieten. Natürlich gibt es in der bezaubernden Altstadt auch Ferienwohnungen und eine ganz besondere zum Beispiel mittendrin: das Altstadtdomizil-Idstein kombiniert modernes Ambiente im denkmalgeschützten Fachwerkhaus. Die Merkmale der Spätrenaissance machen das 1595 erbaute Haus zu einem eleganten Hingucker und der Schreckkopf, ein Gesicht ins Fachwerk geschnitzt, soll böse Geister und Dämonen fernhalten. Dann steht einer erholsamen Nacht im Herzen der Idsteiner Altstadt nichts mehr im Wege. Wohnen mit historischem Flair und die ruhige Kleinstadt mit ihren Cafés, Bars und Restaurants in Laufweite. Die 73 qm große Zwei-Zimmer-Wohnung liegt unter dem Dach mit Blick über die benachbarten Fachwerkhäuser bis zum Hexenturm. Mieten lässt sie sich nicht nur pro Nacht, sondern sogar für einen ganzen Monat.

Eine süße Köstlichkeit mit langer Idsteiner Tradition findet man in der Confiserie "süss & bitter" von Martha Kiefer: die Idsteiner Nüsse. In den 70er Jahren vom Idsteiner Konditor und Confiseur Dieter Bossong als Nougat-Praline mit Walnuss-Krokant kreiert und in Handarbeit hergestellt. Kurz nachdem er sein Geschäft altersbedingt schloss, eröffnete unweit des zentralen König-Adolf-Platzes das Café mit Confiserie "süss & bitter". " Der Name steht für das Angebot von Schokolade und Kaffee. Um zu verhindern, dass die Idsteiner Nuss in Vergessenheit gerät, holte sich Café-Besitzerin Martha Kiefer das Einverständnis, die süße Spezialität weiter produzieren und verkaufen zu dürfen. Denn an der kleinen Süßigkeit schätzt sie vor allem die Verbundenheit mit ihrer Stadt. Die Nuss ist eine echte Idsteiner Spezialität in Vollmilch oder Zartbitter und ein tolles Mitbringsel aus dem Kleinstadtliebling im Taunus.

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