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Land und Leute

Eine vielseitige Persönlichkeit

Ein Fluss für viele Gelegenheiten

Lebhafte Studentenstädte und verträumte Uferzonen, trutzige Burgen und sprudelndes Heilwasser: Die Lahn ist ein Fluss mit ganz unterschiedlichen Facetten. Zwischen Quelle und Mündung findet jeder Urlauber seine eigene Idylle.

Die Lahn

Die Lahn. Den Namen dieses Flusses müsste es eigentlich im Plural geben. Denn auf ihrem 245 Kilometer langen Weg durch Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz wechselt sie ihre Identität so oft wie ihr Temperament und ihr Aussehen. Kurz hinter der Quelle noch schläfrig und trödelnd wie ein unentschlossener Bach, später geschäftig plätschernd und raunend durch dichtes Grün und alte Städte, schließlich breit und dynamisch als stolzer Strom. Kein Zweifel: Langweilig wird dieser Fluss nie. Und ähnlich einem Menschen mit vielen Facetten und Talenten kann auch die Lahn auf höchst unterschiedliche Anhänger zählen – Kanufahrer, die die idyllische Landschaft lieben, Sport- und Freizeitradler, die abwechslungsreiche Radwege suchen, Wanderer auf dem Lahnwanderweg, Kulturfreunde, die sich für Städte und Architektur begeistern, Gesundheits-Urlauber auf der Suche nach Ruhe und Entspannung.

Doch nicht nur die Lahn selbst, auch die Gewässer in der Umgebung des Flusses haben einiges zu bieten. So zum Beispiel die vielen intakten Feuchtwiesen im Nordosten des Burgwalds, wo Wanderwege wie „Franzosenwiesen“, „Christenberg“ oder „Rotes Wasser“ zu interessanten Ausflügen in die waldreichste Region Hessens einladen. Erfrischung und Stärkung wiederum versprechen die vielen sprudelnden Quellen der Region. Sie waren bereits in der Antike bekannt und sind seit Jahrhunderten Lieferant für prominente Mineralwässer wie Selters oder Karlssprudel. Möglichkeiten zum inneren und äußeren Genuss dieser Naturschätze bieten sich an vielen Orten. Von Bad Laasphe im Quellbereich bis nach Bad Ems nahe der Rhein-Mündung können Urlauber ein umfangreiches Angebot an Thermalbädern und Mineralwasserquellen genießen. Besonders spektakulär etwa am Gertrudisbrunnen in Biskirchen, wo an einer Bruchschollenbildung durch eine Hebung des rheinischen Schiefergebirges Mineralwasser aus der Tiefe aufsteigt.

Die Lahn per Rad

Keine zu hohen radsportlichen Ansprüche stellt der rund 250 Kilometer lange Lahntalradweg, offenbart in seinem Verlauf aber die gesamte Vielfalt einer einzigartigen Flusslandschaft. Auf ruhigen Nebenstraßen und gut ausgebauten Radwegen führt die Route durch quirlige Städte wie Marburg und Limburg, durch romantische Fachwerkdörfer, vorbei an saftigen Flusswiesen, urwüchsigen Auenlandschaften und trutzigen Burgen. Der Fluss mit seinen naturnahen Uferzonen ist Lebensraum für viele Pflanzenarten, die bedrohten Tierarten Nahrung und Schutz bieten. Die Auenverbünde Lahn-Ohm und Lahn-Dill oder auch eine Vogelbeobachtung am Martinsweiher in der Nähe von Niederwalgern versprechen dem Naturfreund viele interessante Begegnungen. Und immer wieder gibt es Besonderheiten zu bestaunen, die vom Dialog zwischen Mensch und Fluss erzählen. Ein einzigartiges Naturschauspiel ist das Lahnfenster am Wehr der Kinkel'schen Mühle in Gießen, wo eine serpentinenartige „Fischtreppe“ Wanderfischen ermöglicht, flussaufwärts zu ihren Laichplätzen zu gelangen. Der Blick durch ein Panoramafenster offenbart eine eindrucksvolle Aussicht in die Unterwasserwelt der Lahn.

Passionierten Radlern werden auch die zahlreichen Abstecher in die Seitentäler gefallen, die sich leicht mit einer Radtour entlang der Lahn kombinieren lassen. Hierzu zählen etwa der 42 Kilometer lange, von Haiger in die Goethestadt Wetzlar führende Dilltalradweg oder der Salzböderadweg, der entlang des gleichnamigen Flusses am Kneipp-Kurort Bad Endbach und der Lahn-Dill-Bergland-Therme vorbeiführt. Einblicke in verschiedenste Landschaftsräume bieten auch der Aartalseeradweg, der Seenradweg im Lahn-Dill-Bergland sowie der Ohm-Radweg nördlich von Marburg, der zu historischen Brücken und Mühlen ins Amöneburger Becken führt. Die Fans der Region wissen es längst: Wer das Lahntal und seine Umgebung in all seiner Vielfalt kennenlernen will, sollte länger als nur ein Wochenende bleiben. Oder einfach noch mal wieder kommen.

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