Kurhaus von Wiesbaden im Winter mit beleuchtetem Brunnen davorpreloader-image
Hessens Städte im Winter

Wiesbaden, Darmstadt & Fulda

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Wintertouren, Wellness und Weihnachtsmärkte

Wie Puderzucker bedeckt der Schnee die Dächer prachtvoller Gebäude, dick eingemummelte Menschen flanieren durch festlich beleuchtete Straßen, in Parks und Gärten sind die Bäume mit weißen Eiskristallen überzogen. Die großen und kleineren Städte in Hessen können auch und gerade im Winter ganz zauberhafte Reiseziele sein – wie zum Beispiel die Landeshauptstadt Wiesbaden, das Wissenschaftszentrum Darmstadt und die Barockstadt Fulda.

 

Hier einige gute Tipps für alle drei Destinationen. Wegen der besonderen Corona-Bedingungen check vor einem Besuch aber unbedingt die aktuelle Lage, manche Einrichtungen und Events sind zeitweise geschlossen beziehungsweise finden nicht statt. Was kein Problem ist, es stehen ja genügend Alternativen für einen schönen winterlichen Kurzurlaub zur Wahl – oder man plant schon mal fürs kommende Jahr.

Fast Facts

Mit knapp 280.000 Einwohnern ist Wiesbaden hinter Frankfurt am Main die zweitgrößte Stadt in Hessen sowie als Landeshauptstadt Sitz vieler wichtiger Landes- und Bundesbehörden. Zwischen all den modernen Verwaltungsgebäuden liegen weitläufige Parks mit Alleen, ferner gibt es schöne Promenaden am Rhein und prächtige Jugendstilgebäude. Auch im 45 Kilometer südöstlich liegenden Darmstadt kannst Du wunderschöne Bauwerke bewundern – sie stammen vor allem aus einer Zeit, als der Ort Haupt- und Residenzstadt der hessischen Landgrafen und Großherzöge war. Gleichzeitig ist Darmstadt das hessische Zentrum der Wissenschaft mit einer Technischen Universität, zwei Fachhochschulen und zahlreichen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen. In der Barockstadt Fulda ganz im Osten von Hessen kannst Du ebenfalls stattliche Bauten bestaunen, zum Beispiel eine der ältesten romanischen Kirchen Deutschlands. Dazu die mittelalterliche Altstadt und jede Menge gemütliche Gassen mit schönen Cafés und Restaurants. Hier einige gute Winter-Tipps für die drei Reiseziele.

Tipps für gutes Winterwetter

Durch verschneite Alleen und Parks flanieren

An einem kalten Tag nur drin am warmen Kamin sitzen? Im Winterurlaub in Wiesbaden wäre das schade – zu schön sind die vielen Parks, Grünanlagen und prachtvollen Straßen, wenn sie mit Schnee oder Raureif bedeckt sind. Einige der Parkanlagen wurden nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten angelegt, zum Beispiel der Kurpark mitsamt seinem Kurhaus. Ein beliebter Rodelplatz ist der Hausberg Wiesbadens, der 245 Meter hohe Neroberg. Und am Schiersteiner Hafen ist es im Winter besonders romantisch, wenn die Boote ruhig im tiefdunklen Wasser schaukeln. 

Durch winterliche Parks im englischen Stil kannst Du auch in Darmstadt flanieren, der Herrngarten unweit des Zentrums etwa ist zu jeder Jahreszeit ein beliebter Treffpunkt bei Besuchern und Einheimischen. Das Café im Herzen der Anlage hat quasi rund ums Jahr geöffnet und serviert wohlig warme Getränke. In Bessungen, dem ältesten Stadtteil, ließ Landgraf Ernst Ludwig 1716 einen barocken Orangeriegarten anlegen – noch heute kannst Du dort einen Blick in das nie fertiggestellte Schlösschen werfen, in dem im Winter Zitrusbäume aufbewahrt werden. Einige der Grünanlagen zeugen gar in ihrem Namen von herrschaftlichen Zeiten der Stadt, der Prinz-Emil-Garten, Prinz-Georgs-Garten und die Ludwigshöhe zum Beispiel. 

Königliche Parks findest Du auch in Fulda. Der Schlossgarten ist nicht nur im Sommer ein Highlight, auch im Winter hat er mit der Schloss- und Orangerieterrasse, dem dazwischen liegenden Parterre samt großem Fontainebrunnen und dem ehemaligen Boskettgarten im Osten einen ganz besonderen Charme. Bewundern lassen sich hier zahlreiche Brunnen, Wasserbecken und steinerne Gartenskulpturen, darunter die berühmte Floravase, eine barocke Gartenplastik mit goldener Lilie, auf der Freitreppe zur Orangerie. Ein schönes Winterziel ist auch der Landschaftspark von Schloss Fasanerie, etwa sieben Kilometer außerhalb von Fulda: Auf etwa 100 Hektar kannst Du dort über verschneite Wiesen spazieren, an vereisten Seen entlang und durch den von Raureif überzogenen Wald. 

Auf Weihnachtsmärkte gehen

Wenn es in den Straßen der Wiesbadener Innenstadt nach gebrannten Mandeln, Glühwein und Lebkuchen duftet und über den Köpfen der Besucher hunderte beleuchtete Lilien erstrahlen, dann steigt dort der Sternschnuppenmarkt. Allerlei schöne Weihnachtsgeschenke, mit viel Liebe zum Detail gemacht, kannst Du an den vielen Kunsthandwerker-Ständen auf dem Schlossplatz erstehen. Einen weiten Überblick über das Lichtermeer hast Du dann vom 45 Meter hohen Riesenrad aus, das während der Advents- und Weihnachtszeit hier aufgebaut ist.

Der alljährliche Weihnachtsmarkt in Darmstadt erstreckt sich rund um das Schloss und den Weißen Turm, und auch die Straßen rund um den Markt sind von unzähligen Lichtern und Sternen beleuchtet, die Vorfreude auf Weihnachten bereiten. Neben dem Markt mit seinen Glüh- und Fruchtweinbuden, einem traditionellen Bonbon-Stand und der zehn Meter hohen, hölzernen Weihnachtspyramide gibt es auf einer kleinen Bühne Lesestunden mit dem Weihnachtsmann und Aufführungen von Musikschulklassen. Besonders beliebt sind auch die Stände der Partnerstädte von Darmstadt.

Barocke, festlich mit Lichtern geschmückte Gebäude, Schnee auf den Dächern der historischen Altstadt und der Klang von weihnachtlicher Orgelmusik: In der Adventszeit wird es auch in Fulda besonders gemütlich. Auf dem Weihnachtsmarkt mit seinen vielen kleinen Holzbuden begegnest Du mit ein bisschen Glück sogar Engeln und dem Nikolaus samt Kutsche. Dazu gibt es ein buntes Programm, bestehend aus Auftritten der Fuldaer Turmbläser, Konzerten diverser Musikvereine, Bands und Chören sowie der Darbietung von Theaterstücken. Wie überall in Deutschland steigen die Weihnachtsmärkte wegen Corona in allen drei Städten erst wieder Ende 2021, also am besten schon mal im Terminkalender vormerken.

Eine geführte Wintertour machen

Wer in kurzer Zeit besonders viel von Wiesbaden sehen will, der sollte einen Rundgang mit einem der ausgebildeten Guides unternehmen – zum Beispiel mit den beiden hessischen Originalen Philipp und Lisbeth, die mit viel Dialekt und Humor durch die winterliche Stadt führen. Wenn Du lieber etwas rasanter unterwegs sein möchtest, dann sind die Segway-Touren genau das richtige für dich. Und ein Spaß für große und kleine Besucher ist die Fahrt mit einer der beiden Stadtbahnen THermine und Lili, die an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbeituckern.

Auch in Darmstadt führen zertifizierte Guides zu besonders schönen und geschichtsträchtigen Orten. Bei der Tour „Darmstadt auf einen Blick“ erfährst Du viel zu Wesen und Werden der Stadt. Dabei geht es auch vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, etwa am Luisenplatz mit dem „langen Ludwig“, einem fast 40 Meter hohen Monument zu Ehren von Großherzog Ludewig I., ferner am Schloss, dem Weißen Turm, dem Darmstadtium und der Kuppelkirche St. Ludwig.

In Fulda kannst Du Dich zwischen einer ein- und einer zweistündigen Stadtführung entscheiden. Beide führen vorbei an den sehenswertesten Bauten der Stadt, etwa dem Dom und dem Schloss. Letzteres kannst Du auch im Rahmen einer separaten Führung besuchen. Die historischen Räume der ehemaligen Residenz der Fuldaer Fürstäbte bieten einen Einblick in die Lebenswelt in der Zeit des Absolutismus – dazu gehören der große Festsaal und eine fürstliche Wohnung aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Geschichtsträchtige Architektur bestaunen

Wer in Wiesbaden einen winterlichen Spaziergang durch die Straßen macht, erlebt gleichzeitig auch eine Reise durch viele Epochen der Architekturgeschichte. So sind prächtige Gebäude aus Zeiten des Historismus und der Bäderarchitektur zu sehen, wie etwa die Villa Clementine. Das Alte Rathaus ist im Rennaissance-Stil gehalten, die Kaiser-Friedrich-Therme im Jugendstil, das Stadtschloss im Klassizismus und die Bergbahn auf den Neroberg im Stil des Industriezeitalters. Am besten startest Du deine „Zeitreise“ im Osten der Stadt am Weißen Haus (Historismus) und endest an der Christophoruskirche (Rokoko-Stil).

Auch in Darmstadt findest Du architektonische Prachtbauten aller Epochen. Hoch über den Dächern ragt das Wahrzeichen der Stadt empor, der Hochzeitsturm. Er ist das Highlight der Künstlerkolonie Mathildenhöhe, einer Ansammlung imposanter Jugendstil-Gebäude. Nur die Russische Kapelle fällt hier aus dem architektonischen Raster, sie ist im Stil der frühen Jaroslawer Kirchen erbaut. Zahlreiche Renaissance- und Barock-Elemente findest Du in der Innenstadt, etwa das Residenzschloss, das Rathaus und die Stadtkirche. Bis ins Mittelalter geht die Geschichte des Weißen Turms zurück, der ursprünglich Teil der Stadtmauer war. Die „Waldspirale“ etwas außerhalb der Stadt zeigt wiederum einen ganz anderen Baustil, sie ist ein Anno 2000 fertiggestelltes Kunstwerk von Friedensreich Hundertwasser. Das Gebäude ist mit seinen drei goldenen Kuppeln und der bunten Fassade ein absoluter Hingucker, vor allem im winterlichen Weiß.

Die osthessische Stadt Fulda ist ein Mix aus prachtvollen Barockbauten und mittelalterlichem Stadtkern. Das wohl bekannteste Gebäude ist der Dom St. Salvator zu Fulda – die dreischiffige Basilika gilt als Mittelpunkt des barocken Stadtviertels, in dem Du auf kurzen Wegen das Schloss, den Schlossgarten samt Orangerie, das Adelspalais, das Paulustor und zahlreiche barocke Bürgerhäuser bewundern kannst. Doch in Fulda warten nicht nur barocke Meisterwerke der Baukunst, so befindet sich gegenüber dem Dom etwa die Michaelskirche, einer der ältesten romanischen Sakralbauten in Deutschland. Und wenn Du ein wenig weiter durch die romantischen Gassen schlenderst, gelangst Du in das mittelalterliche historische Zentrum mit dem Hexenturm.

Tipps für mieses Winterwetter

Kunst und Kultur erleben

Statt strahlend blauem Winterhimmel gibt’s heute nur graue Wolken und Regen? Kein Problem, Wiesbaden hat auch an solchen Tagen viel zu bieten. Ein ganz besonderes Kulturhighlight stellt die neue Jugendstilausstellung mit über 500 Objekten im Museum Wiesbaden dar, dazu kommen die permanente Kunstsammlung und die Naturhistorische Sammlung. Auch das Hessische Staatstheater Wiesbaden ist einen Besuch wert, es gehört zu den erfolgreichsten Bühnen im deutschsprachigen Raum und zählt zu den am besten besuchten Theatern der Republik – mehr als 50 Produktionen sind pro Theaterjahr auf den vier Bühnen zu sehen.

Sollte das Wetter in Darmstadt einmal so gar nicht mitspielen, ist ein Besuch im Staatstheater eine gute Idee. Das ist ein Vierspartenhaus mit vier Bühnen – Schauspiel, Tanztheater und ein herausragendes Orchester laden hier zu großen Aufführungen ein. Unweit davon liegt das Hessische Landesmuseum, das zu den großen Häusern Deutschlands zählt und zahlreiche unterschiedliche Sammlungen aus den Bereichen Kunst-, Kultur- und Naturgeschichte vereinigt. Rund um große Kunstwerke dreht sich auch alles im Museum Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe, das in wechselnden Ausstellungen Sammlungen der Stadt präsentiert. 

Einen bitterkalten Wintertag kannst Du in Fulda wunderbar in einem von gleich zehn Museen verbringen. Das Vonderau Museum zum Beispiel zeigt auf 4.000 Quadratmetern drei Dauerausstellungen zu Kulturgeschichte, Naturkunde sowie zu Malerei und Skulpturen regionaler Künstler. Im museumseigenen Planetarium kannst Du zudem einen Ausflug ins Weltall unternehmen. Sakrale Kunstwerke gibt es dann im Dommuseum zu sehen, das Einblicke in die langjährige Kloster- und Bistumsgeschichte Fuldas vermittelt. Ein Highlight der Fuldaer Museumswelt ist auch die Kinder-Akademie, sie war zum Zeitpunkt ihrer Gründung 1991 das erste eigenständige Kindermuseum Deutschlands. Spielerisch lernen die kleinen Besucher hier Wissenswertes aus den Bereichen Kunst und Kultur, Wissenschaft und Technik.

Gut essen und trinken gegen die Kälte

„Das Tor zum Rheingau“, so wird die Landeshauptstadt gerne genannt. Warum? Weil die vielen Weinreben rund herum zum Anbaugebiet Rheingau gehören und sich in den zahlreichen Lokalen und Restaurants der Region alles um die edlen Tropfen dreht. Wenn im Winter die meisten Trauben geerntet und gekeltert sind, kannst Du bei einem gemütlichen Abendessen vor allem in den Genuss des regionalen Riesling kommen, so auch in Wiesbaden. Von der Sternegastronomie bis zur traditionellen Weinstube reicht hier das vielseitige gastronomische Angebot – lass dich nach einem Stadtbummel einfach von deiner Nase leiten.

Auch in Darmstadt geht es vielseitig zu. Etwa 30 Prozent der Einwohner sind Studenten und so ist es nicht verwunderlich, dass auch die Gastroszene bunt und international ist. Die Palette reicht vom Restaurant Bockshaut als ältestes Lokal der Stadt mit hessischer Küche über Vietnamesen bis hin zum Sternerestaurant. Highlights der Stadt und immer einen Besuch wert sind die Brauereien, die auch im Winter einen wunderbar malzigen Geruch verbreiten. Das Braustüb’l etwa serviert alle Biere der Darmstädter Privatbrauerei frisch aus dem Brauereikeller, und im Grohe trifft frisch gezapftes Bier auf regionale Spezialitäten wie hausgemachten Spundekäs’ (eine Mischung aus Frischkäse und Quark mit Gewürzen und Zwiebeln) oder hessische Wild-Bratwurst.

Ähnlich wie in Wiesbaden dreht sich auch in Fulda kulinarisch viel um guten Wein. Grund hierfür ist die Gründung des Klosters im Jahr 744: Die dort lebenden Mönche legten damals am Frauenberg Rebhänge an, die noch heute bewirtschaftet sind. Im Lauf der Zeit erhielt das Kloster dann weitere Rebsorten aus Weinanbaugebieten in ganz Europa geschenkt mit der Folge, dass der Weinhandel in Fulda florierte. Das gilt bis heute, kein Wunder also, dass die Kulinarikszene vor allem durch Weinstuben und Restaurants mit großer Weinkarte geprägt ist. Daneben gibt es landestypische Wirtshäuser und Landgasthöfe, die speziell zur Winterzeit deftige heiße Mahlzeiten reichen, sowie eine kleine, aber feine Auswahl an Lokalen mit gehobener Küche.

Schöne Weihnachtsgeschenke shoppen

Wenn die Luft kalt ist und der Himmel voll dicker Schneewolken hängt, dann ist es Zeit, die dicke Mütze überzuziehen und erste Weihnachtsgeschenke zu kaufen. In Wiesbaden gibt es dafür zwei besonders geeignete Orte. Zum einen den Prachtboulevard Wilhelmstraße, von Einheimischen auch gerne als Rue bezeichnet – entlang der Straße mit ihren Boutiquen bekannter Modelabels und exquisiten Geschäften voll schicker Accessoires kannst Du auch zur dunklen Jahreszeit wunderbar flanieren. In der Wiesbadener Altstadt dagegen beginnt eine Reise der Sinne: Einzelhändler bieten hier zum Beispiel edle Weine, erlesene Öle und eine große Vielfalt an Gewürzen und Blumenkunst an.

Die Flaniermeilen von Darmstadt erstrecken sich rund um den zentral gelegenen Luisenplatz – an kalten Tagen bietet sich dort vor allem das Luisencenter an. In der großen Shoppingmall befinden sich zahlreiche Läden namhafter Modelabels und zudem etliche gute Essensstände. In den Straßen ringsum reihen sich Boutiquen an Buchläden, Cafés an Chocolaterien und Schmucklädchen an Sportgeschäfte – die Vielfalt ist riesig. Highlight vor Weihnachten ist das alljährlich stattfindende „Late Night Shopping“ unter dem Motto Feuer & Eis, bei dem die Geschäfte bis 23 Uhr geöffnet sind. Zudem gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit spektakulären Feuershows und Eisbildhauern.

Wer in Fulda auf große Shopping-Tour gehen möchte, sollte auf dem Universitätsplatz starten. Zur Adventszeit erstrahlt er im hellen Glanz der Weihnachtsbeleuchtung und bildet ein wichtiges Zentrum der Innenstadt, das am südlichen Ende der Bahnhofstraße beginnt und zahlreiche Einkaufsstraßen miteinander verbindet. In den schmalen Gassen und geschichtsträchtigen Gebäuden findest Du kleine Boutiquen, Cafés, zahlreiche Bekleidungsgeschäfte und Buchläden. Und wenn das Wetter so richtig kalt oder mies ist, kannst Du im ehemaligen Emaillierwerk Fuldas gepflegt bummeln gehen: Das unter Denkmalschutz stehende Äußere der alten Fabrikhalle ist beim Umbau erhalten geblieben, hinter der charakteristischen Sandsteinfassade findest Du dann auf 26.300 Quadratmetern mehr als 25 Geschäfte aller Branchen.

Und nun in warme Wellness-Oasen abtauchen

Dass es sich in Wiesbaden auch im Winter gut aushalten lässt, wussten schon die alten Römer. In den heißen Quellen vor Ort suchten sie bereits vor 2000 Jahren Entspannung. Auch heute noch genießt Wiesbaden einen ausgezeichneten Ruf als Wellnessort, wenn Du an kalten Tagen einen Ort zum Relaxen suchst, bist Du hier also genau richtig. Die Kaiser-Friedrich-Therme etwa ist ein textilfreier Badepalast im Herzen der Stadt. Sie ist eine Hommage an das römische Schwitzbad, auf dessen Fundament sie errichtet wurde, und wurde mit zahlreichen Ornamenten verziert. Auch im Thermalbad Aukammtal kannst Du gemütlich in einem der Whirlpools sitzen und zudem durch große Panoramafenster in die verschneite Landschaft hinausschauen.

Mitten in Darmstadt befindet sich ebenfalls ein wahres Wellnessparadies: Das Jugendstilbad wurde bereits 1909 als damaliges Volksbad eröffnet und in den 2000er-Jahren liebevoll restauriert. Heute kannst Du hier in der blauen Salzgrotte wie schwerelos im Wasser schweben oder im Dampfbad die Wärme genießen. Ein Highlight im Bad ist der Sauna-Bereich mit arabischem Rhassoul-Bad und Dachterrasse. Von dort aus gibt es einen wunderbaren Blick über die weiß bepuderten Dächer der Stadt. Ganz besonders schön ist diese Aussicht, wenn Darmstadts Lichter in der blauen Stunde zu leuchten beginnen – und einmal pro Monat kannst Du die Mitternachtssauna bis 2 Uhr morgens genießen.

Wer in Fulda nicht nur Wellnessangebote genießen, sondern gleichzeitig auch noch eine Weltreise machen möchte, ist im Sieben Welten Therme & Spa Resort richtig aufgehoben. Dort lassen sich Badekulturen aus fernen Ländern und Kontinenten erleben, etwa aus Asien, Arabien, Afrika, Indien und Japan. Wie wäre es zum Beispiel mit ayurvedischen Massagen, belebenden Hamam- und Rhassoul-Zeremonien oder einem Aufguss in einer afrikanischen Baumhaus-Sauna? Stärken kannst Du Dich zwischendurch in jeweils landestypischen Restaurants und Cafés, zum Beispiel am japanischen Teppanyaki-Grill, wo die Gerichte auf heißer Stahlplatte direkt am Tisch zubereitet werden – besonders stimmungsvoll im Winter.