Die sieben Kräuter
Für die Zubereitung der Grie‘ Soß gibt es unzählige Varianten. Je nach Rezept werden die Kräuter gehackt, mit dem Wiegemesser bearbeitet oder im Mixer püriert. Auch bei der Zugabe der Milchprodukte oder Eier gibt es unterschiedliche Meinungen. Manche verwenden neben Joghurt auch Quark, andere Schmand. Bei einer Sache sind sich die Frankfurter aber einig: bei den sieben Kräutern. In die Frankfurter Grüne Soße dürfen nur Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Die Saison beginnt um Ostern, traditionell wird die Grie‘ Soß deshalb auch am Gründonnerstag gegessen. Bis zum ersten Frost werden die Kräuter geerntet. Kaufen kannst Du sie zum Beispiel auf dem Wochenmarkt oder in der Kleinmarkthalle in Frankfurt.

Auch in 2026 wieder: Das Grüne-Soße-Festival
Dass Goethes Leibgericht auch heute noch sehr beliebt ist, beweist Frankfurt immer wieder. 2007 wurde im Stadtteil Oberrad, wo die Kräuter traditionell angebaut werden, ein Denkmal für die kulinarische Spezialität errichtet. In der Nähe der Felder stehen passend zu den sieben Kräutern sieben Gewächshäuser. Höhepunkt des jedes Jahr auf dem Frankfurter Roßmarkt stattfindenden Grüne-Soße-Festivals ist ein Wettbewerb, bei dem die beste Grie‘ Soß gekürt wird. Neben der klassischen Variante mit Kartoffeln und hart gekochten Eiern kannst Du dort auch Grüne-Soße-Bratwurst oder Reibekuchen mit der kalt servierten Soße probieren.




























