Comeback der Hausschlachtung
Bis in die 1950er- und 60er-Jahre war es üblich, auch privat Nutztiere zu halten, darunter neben Gänsen, Hühnern und Kaninchen sogar Hausschweine. In der traditionellen Schlachtzeit von November bis Februar fanden kleine Schlachtfeste statt, bei denen das Weckewerk natürlich nicht fehlen durfte. Seit der Hausschlachtung in Privathaushalten und Gastronomie wieder mehr Beachtung geschenkt wird, kommt immer häufiger auch das Weckewerk wieder auf den Teller. Es ist das perfekte Nebenprodukt aus Schlachtresten. Da Fleisch früher Mangelware, ja ein Luxusprodukt war, galt es, möglichst alles zu verwerten. Fleischreste, Schweineschwarte und -bauch sowie übriggebliebene Innereien oder Blut wurden mit alten, trockenen Brötchen gestreckt, auf dass die fettige Speise leichter verdaubar werde. Im hessischen Dialekt heißen Brötchen „Wecke“ oder „Wegge“, davon hat das nordhessische Original seinen Namen.


Das brauchst du:
- 4 Brötchen vom Vortag
- 1 l Fleischbrühe
- 500 g Schweinefleisch (Schulter oder Kamm)
- 200 g Schweineschwarte
- 200 g Schweinebauch
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- Salz, Pfeffer, Majoran, Muskat
- 500 g Kartoffeln
- Eingelegte Gurken
Rezept für Weckewerk mit Pellkartoffeln
Das brauchst du:
- 4 Brötchen vom Vortag
- 1 l Fleischbrühe
- 500 g Schweinefleisch (Schulter oder Kamm)
- 200 g Schweineschwarte
- 200 g Schweinebauch
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- Salz, Pfeffer, Majoran, Muskat
- 500 g Kartoffeln
- Eingelegte Gurken
Und so geht's:
Das Schweinefleisch, den Bauch und die Schwarten in der Brühe kochen bis die Schwarten weich sind. Dann alles mit der Zwiebel durch den Fleischwolf drehen. Den gepressten Knoblauch sowie die gewürfelten Brötchen dazu geben. Nun so viel von der Brühe hinzugeben, dass die Brötchen gut quellen können und alles zu einer einheitlichen Masse verarbeitet werden kann. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Majoran würzen.
Nun gibt es zwei verschiedene Zubereitungsarten: Entweder die Masse in eine längliche Form füllen, gut kühlen lassen und in Scheiben geschnitten anbraten - oder die Masse einfach in einem Bratentopf anbraten. Für die Beilage die Kartoffeln mit Schale kochen und alles mit den eingelegten Gurken anrichten.
Das Originalrezept findest Du hier.
Tipp: Heute bieten viele nordhessische Metzgereien fertig zubereitetes Weckewerk im Glas oder in der Dose an, dass Du dann nur noch zuhause erwärmen oder anbraten musst.
