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Region

Vogelsberg

Eine Reise auf dem Vulkan

Gerade mal eine dreiviertel Stunde nord-östlich von Hessens größter Metropole Frankfurt, liegt der Vogelsberg, zwischen Fulda, Marburg und Gießen. In dem größten Vulkangebiet Mitteleuropas ging es einst heiß und feurig zu. Seine explosive Vergangenheit sieht man dem Vogelsberg auf dem ersten Bick nicht an. Mit sanften Bergen und Tälern, blühenden Wiesen und offenem Weideland, plätschernden Quellen und kleinen Flüssen zeigt sich die Region heute friedlich und beschaulich.

Explosive Geschichte

Dazwischen ragen immer wieder bizarre Basaltgebilde in die Höhe. Diese markanten Steinformationen sind die Überbleibsel aus einer Zeit, als es unter und auf dem Vogelsberg im wahrsten Sinne des Wortes brodelte. Glutlawinen, Lavaströme und Aschewolken - vor 15 bis 18 Millionen Jahren war es im Vogelsberg alles andere als gemütlich. Einzelne Lavaströme reichten sogar bis Frankfurt.

Zeit, Wind und Wasser haben viele Kanten geglättet und Gipfel geschliffen. So sind die für die Region so typischen einladenden Täler entstanden. Aber immer wieder trifft der aufmerksame Wanderer oder Radfahrer auf Basaltsäulen, Gräben und Steinbrüche. Der Geopark Vogelsberg ist reich an Farben: ein stetiger Wechsel zwischen verschiedensten Rottönen und tiefschwarzem, glänzendem Stein.

Der grüne Vulkan

Mittlerweile ist das Feuer nicht nur erloschen, es ist im Vogelsberg sogar im heißen Sommer sehr angenehm. Denn in den kühlen Wäldern ist es immer ein wenig frischer als in der Stadt. Perfekt für diejenigen, die Ruhe und Erholung suchen, um beim Rauschen der Blätter den hektischen Alltag hinter sich zu lassen.

Der Vogelsberg ist nicht, wie sein Name vermuten lässt, ein einziger Berg. Zahlreiche Berge und Kuppen lassen sich hier besteigen und erkunden. Die höchste Erhebung, der Taufstein mit 773 m, liegt verborgen im Wald in einem Naturschutzgebiet. Denn auch hoch oben ist der Vogelsberg erstaunlich grün. Zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region gehört ebenso der Hoherodskopf mit 764 Metern.

Ob grün oder weiß – der Hoherodskopf hat zu jeder Jahreszeit seine Highlights. Dank Baumkronenpfad und Sommerrodelbahn ist der Berg auch im Sommer ein großer Spaß. Die Umgebung aus luftiger Höhe entdecken oder mit 40 km/h durch aufregende Kurven die Landschaft hinunter sausen – in jedem Fall ein spektakuläres Vogelsberg-Erlebnis.

Feuer und Wasser

Am Hoherodskopf entspringt die Nidda, als kleiner Bach fließt sie durch Schotten, wo sie kurz darauf von der Niddatalsperre aufgehalten wird, bevor sie sich ihren Weg nach Frankfurt und zum Main weiterbahnt. Der so entstandene große Niddastausee ist ein wunderbares Naherholungsgebiet. Umgeben von Wiesen und Waldflächen gehört er zu den größten Seen in Hessen. Von Baden, über Angeln, Boot fahren, Surfen und Segeln hat der Urlauber alle Möglichkeiten, die der Wassersport bietet. Natürlich kann man auch einfach mal auf den Sonnenwiesen ausspannen.

Von der Quelle bis zur Mündung radeln: Während das kleine Bächlein über Stein und Stock plätschert, folgt die Nidda-Route auf 95km dem romantischen Flusslauf. Dabei führt der Weg sanft bergab, vorbei an feuchten Auen, Hecken und Streuobstwiesen. Wer kurz inne hält, kann das typische Klappern des Storches hören und den scheuen Vogel sicherlich auch erspähen. Sowohl der Weiß- als auch der seltene Schwarzstorch fühlen sich im Vogelsberg wohl.

 

Reise in die Vergangenheit

Auch andere Teile des Vogelsbergs eignen sich hervorragend zum Radfahren: Ganz bequem auf einer ehemaligen Bahntrasse führt der Vulkanradweg mit Abstecher ins bezaubernde Lauterbach oder das romantische Schlitz, auch bekannt als „Hessisches Rothenburg“. Von Mai bis Oktober nehmen die Radbusse des Vulkan-Express an Wochenenden und Feiertagen Wanderer und Radfahrer für einen autofreien Ausflug mit.

Oder zu Fuß

Der Naturpark Vulkanregion Vogelsberg liegt im Herzen von Hessen. Die offene, abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft lädt zum Wandern ein und besticht mit bizarren Gesteinsformationen. Der Buchenwald rund um den Taufstein wird schon seit Anfang des letzten Jahrhunderts sich selbst überlassen. Zwischen knorrigem Altholz und dichtem Farn konnte sich so ein außergewöhnlicher Lebensraum entwickeln, der viele Pflanzen- Insekten- und Pilzarten beherbergt. Seltene Tiere wie der Rotmilan oder der Habicht haben hier ebenfalls ein Zuhause gefunden. 

Die schönsten Strecken des Vogelsbergs erwandert man auf den 118 Kilometern des Vulkanrings. Auf diesem Rundwanderweg liegt auch das historische Laubach. In der historischen Fachwerk Altstadt kann man sich gut vorstellen, wie es hier im Mittelalter ausgesehen haben mag. Die über 1200 Jahre alte Stadt ist geprägt von basaltgepflasterten Strassen mit idyllischen Ecken und plätschernden Brunnen. In den engen Gassen stehen bis zu 500 Jahre alte Fachwerkhäuser, die alle überragt werden vom Prunkstück der Altstadt, dem 600 Jahre alten Schloss der Grafen zu Solms-Laubach, das dieses Adelsgeschlecht im 16. Jahrhundert bezog und bis heute bewohnt. 

Von den weltlichen Gefilden zu hoffentlich Erleuchtung und innerem Frieden lädt der Lutherweg 1521 von Grebenau nach Mücke. Wer auf dem Weg Hunger verspürt, der sollte in Hungen bei der Käsescheune Station machen, um dann gestärkt weiter ziehen zu können.

Also, wann bist Du bereit für den Vulkan?

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